Falsche Belastung, Haltungsfehler, zu wenig Bewegung: Vieles kann dazu beitragen, dass Rückenschmerzen entstehen oder schlimmer werden. Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März macht die vdek-Landes-vertretung Thüringen auf die Bedeutung der Prävention für einen gesunden Rücken aufmerksam.
Mehr als ein Viertel der Thüringer mit Rückenschmerzen in Behandlung
„Die Thüringerinnen und Thüringer sind in vielen Dingen spitze – leider auch beim Thema Rückenschmerzen“, so Robert Schöning, Leiter der vdek-Landesvertretung Thüringen. Über ein Viertel der Menschen im Freistaat (26,43 Prozent) hatten im Jahr 2024 die Diagnose allgemeine Rücken-schmerzen (Quelle: BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung). Damit liegt Thüringen 18 Prozent über dem Bundesschnitt, nur im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt sind die Zahlen noch höher.
Krankschreibungen wegen Rückenproblemen sind besonders langwierig
Diese Werte machen sich auch beim Thema Krankschreibungen bemerkbar. Nach Atemwegserkrankungen sind Rückenschmerzen mittlerweile der zweithäufigste Grund für eine Krankschreibung. Mit durchschnittlich etwas über 16 Tagen sind Fehlzeiten wegen Rückenschmerzen dazu über-durchschnittlich lang (Quelle: DAK-Gesundheit). Frauen sind signifikant häufiger betroffen als Männer.
Auch Arbeitgeber können die Rückengesundheit ihrer Beschäftigten fördern
„Die gute Nachricht ist: Es gibt viele Möglichkeiten, die Rückenprobleme aktiv anzugehen, um sie zu lindern oder am besten gar nicht erst entstehen zu lassen“, so Schöning weiter. Krankenkassen bieten beispielsweise präventive Rückenschulkurse an, wo das Wissen für eine langfristige Rückengesundheit vermittelt wird. Viele Sportangebote richten sich mittlerweile direkt an spezielle Berufsgruppen, z.B. Menschen mit „Vielsitzer“-Jobs.
„Viele Arbeitgeber haben schon erkannt, dass sie zur Rückengesundheit ihrer Beschäftigten beitragen und damit Krankentage senken können“, berichtet Celina Kern, beim vdek zuständig für die Betriebliche Gesundheitsförderung. Das reicht von ergonomischen Möbeln über Trage- und Hebehilfen in der Pflege bis hin zu Sportkursen. Insbesondere kleine und mittlere Betriebe können entsprechende Maßnahmen fördern lassen.
Kontakt
Anne Osterland
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Thüringen
Tel.: 03 61 / 4 42 52 - 27
E-Mail: Anne.Osterland@vdek.com