Rettungsdienst und Krankentransport

Krankenwagen fahrend in der Stadt

Rettungsdienst in Baden-Württemberg – Verlässliche Hilfe, wenn es darauf ankommt

 

Wenn ein Notruf eingeht, beginnt ein präzises abgestimmtes Zusammenspiel aus hochqualifizierten Fachkräften, moderner Technik und leistungsfähigen Strukturen. Der Rettungsdienst in Baden-Württemberg ist rund um die Uhr im Einsatz, um Menschen in Not schnell zu erreichen, kompetent zu versorgen und sicher in die geeignete medizinische Einrichtung zu bringen. Jede Entscheidung, jede Investition und jede Weiterentwicklung dient dabei einem klaren Ziel: der bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung.

 

Die rechtliche Grundlage bildet dabei das Rettungsdienstgesetz Baden-Württemberg (RDG), das im Jahr 2024 umfassend modernisiert wurde. Eine zentrale Neuerung ist die Einführung einer landesweit einheitlichen Planungsgröße: Ziel ist es, dass ein geeignetes Rettungsmittel in der Regel innerhalb von zwölf Minuten am Notfallort eintrifft. Ergänzend wird bei bestimmten Notfallbildern künftig verstärkt die gesamte prähospitale Versorgungszeit berücksichtigt – also die Zeit vom Notruf bis zur Aufnahme in der medizinisch richtigen Klinik. 

 

Die Rettungsdienstplanverordnung (RDPlanVO), welche im März 2026 in Kraft getreten ist, füllt das Gerüst des Rettungsdienstgesetzes (RDG) mit konkreten Zahlen und operativen Vorgaben.

Beispielsweise muss ein Rettungswagen (RTW) in 95% der Fälle innerhalb von 12 Minuten am Notfallort eintreffen. Um die Einhaltung der Frist zu garantieren, setzt die Verordnung nun auch bei den internen Abläufen auf der Rettungswache an: Die Zeit vom Alarm bis zum tatsächlichen Ausrücken des Fahrzeugs darf beim Rettungswagen im Median 60 Sekunden nicht überschreiten, beim Notarzt (NEF) gelten 90 Sekunden. Damit wird sichergestellte, dass wertvolle Zeit nicht bereits in der Wache verloren geht, bevor das Fahrzeug überhaupt auf der Straße ist.    

Mit innovativen Lösungen wie dem Telenotarztsystem soll zukünftig sichergestellt werden, dass notärztliche Kompetenz frühzeitig digital eingebunden werden kann.

So wird die Versorgungsqualität weiter gestärkt und an die Anforderungen einer modernen Notfallmedizin angepasst.

 

Die SQR-BW sammelt und analysiert Daten aus dem Rettungsdienst in Baden-Württemberg, um die Qualität der Patientenversorgung messbar zu machen und kontinuierlich zu verbessern. Dabei werden unter anderem Einsatzzeiten, medizinische Maßnahmen und Behandlungsergebnisse ausgewertet, damit Stärken und mögliche Probleme früh erkannt werden können. Für den Rettungsdienst ist das wichtig, weil dadurch die Versorgung sicherer, vergleichbarer und effizienter wird und Patientinnen und Patienten landesweit eine hohe Behandlungsqualität erhalten

 

Der Rettungsdienst umfasst ein breites und eng vernetztes Leistungsspektrum: die bodengebundene Notfallrettung mit Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen (NFR), die integrierten Leitstellen (ILS) als zentrale Koordinationsstellen, die notärztliche Versorgung (NA), die Luftrettung mit hochmodernen Rettungshubschraubern, die Berg- und Wasserrettung sowie den qualifizierten Krankentransport (KTP). 

 

Die Durchführung der bodengebundenen Notfallrettung in Baden-Württemberg obliegt den folgenden Organisationen: Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser-Hilfsdienst (MHD), der Bergwacht und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Des Weiteren sind in der Flugrettung die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) sowie der ADAC tätig.  

Im Bereich des Krankentransportes sind zusätzlich private Anbieter involviert.

 

Insgesamt wird in 35 Rettungsdienstbereichen eine flächendeckende Versorgung gewährleistet – in Ballungsräumen ebenso wie in ländlichen Regionen oder in schwierig zugänglichem Gelände.

Geplant wird dieses leistungsfähige System durch die Selbstverwaltung. Finanziert zum größten Teil durch die gesetzlichen Krankenkassen. Die Ersatzkassen leisten hierbei einen wesentlichen Beitrag und setzen sich konsequent dafür ein, dass die Versorgung effizient organisiert, qualitativ hochwertig und zukunftssicher gestaltet wird.

 

Die Ersatzkassen in Baden-Württemberg haben den Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) beauftragt, ihre Aufgaben im Rettungsdienst wahrzunehmen. Diese Verantwortung ist für uns Auftrag und Verpflichtung zugleich. Mit großem Engagement setzen wir uns dafür ein, die Strukturen des Rettungsdienstes aktiv weiterzuentwickeln, eine verlässliche Finanzierung sicherzustellen und die Versorgung der Menschen kontinuierlich zu verbessern.

 

Unser Antrieb ist klar: Wir übernehmen Verantwortung für eine starke Notfallversorgung. 
Damit sich die Menschen in Baden-Württemberg jederzeit darauf verlassen können, dass schnelle und qualifizierte Hilfe zur Stelle ist – heute und in Zukunft.

 

Kontakt

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern an uns unter: vdek_RD_BAW@vdek.com

 

Weitere Links:

 

https://im.baden-wuerttemberg.de/de/sicherheit/rettungsdienst