Selbsthilfeförderung in Bremen und Bremerhaven

Selbsthilfe ist eine wesentliche Säule im Gesundheitssystem. Deshalb fördern die gesetzlichen Krankenkassen Selbsthilfegruppen und -organisationen sowohl auf Bundesebene als auch in Ländern und Kommunen. Die Krankenkassen haben sich dabei auf Grundsätze geeinigt, die in einem Leitfaden zusammengefasst sind. Dieser Leitfaden liegt nun in einer aktualisierten Fassung ab dem 1.1.2014 vor und regelt die Inhalte und Verfahren der Förderung weitgehend einheitlich. Da im Vergleich zu der vorherigen Leitfaden-Fassung von 2009 einige Änderungen zu beachten sind, haben die Bremer Krankenkassen zum besseren Verständnis eine Broschüre herausgebracht, die unten zur Verfügung steht.

Denn auch in Bremen werden seit Jahren die Aktivitäten von Selbsthilfegruppen und -organisationen gefördert: durch finanzielle Hilfe, durch die Bereitstellung von Räumen und Materialien sowie durch ihre fachliche Beratung.

Die finanzielle Förderung erfolgt zu 50 Prozent aus einem gemeinsamen Topf der Kassen und zu weiteren 50 Prozent durch die einzelne Kasse selbst. Dabei sollen die Kassen aus dem gemeinsamen Topf grundsätzlich pauschale Bedarfe wie Sachkosten oder Fortbildungen fördern und sich bei der kassenindividuellen Förderung auf Projekte, wie beispielsweise Veranstaltungen oder neue Broschüren, konzentrieren.

Transparenz

2017 haben die Bremer Krankenkassen die Selbsthilfegruppen, -organisationen und Kontaktstellen im Land Bremen mit knapp 630.000 Euro unterstützt, davon mehr als 266.000 Euro pauschal. Im Jahr 2016 war es noch mehr als 600.000 Euro, davon 242.000 Euro für Pauschalmittel. Dank des Präventionsgesetzes wurden die Mittel im Vergleich zu den Vorjahren deutlich um etwa 64 Prozent erhöht. Näheres siehe folgende Tabelle.

Antragstellung

Grundsätzlich steht es jeder Selbsthilfegruppe frei, an welche Kasse sie die Anträge schickt. Ab dem Förderjahr 2013 werden sowohl die Pauschal- als auch die Projektanträge intern nach Postleitzahlen geordnet und der zuständigen Kasse weitergeleitet. Das sind in der Regel im Einzelnen:

Art der Gruppe Postleitzahlenbereich zuständige Kasse
lokale SHG und Landesorganisationen bis 28217 AOK Bremen/Bremerhaven
lokale SHG 28218-28259 BARMER GEK
lokale SHG 28260-28332 vdek
lokale SHG 28333-28779 hkk
lokale SHG ab 28780 DAK-Gesundheit
Landesorganisationen ab 28218 Techniker Krankenkasse

Anträge für die Projektförderung können jederzeit bei den Krankenkassen eingereicht werden. Für die Pauschalförderung haben die Kassen aus organisatorischen Gründen zwei Antragsfristen eingerichtet. Die Anträge für die erste „Förderrunde“ müssen bis zum 15. Februar bei einer der Bremer Kassen vorliegen. Dies ist der Termin für die Hauptvergabe der Mittel. Für die zweite „Förderrunde“ sind die Anträge bis zum 15. September einzureichen.

Hier finden Sie die aktuellen Antragsformulare 2017 für die Pauschalförderung der Selbsthilfegruppen und der Landesverbände sowie für die Projektförderung (jeweils als ausfüllbare PDF), außerdem den aktuellen Leitfaden der Krankenkassen zur Selbsthilfeförderung, eine Informationsbroschüre mit Details zur Selbsthilfeförderung in Bremen und die Broschüre "Ungleiche Partner". 

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Selbsthilfeförderung in Bremen und Bremerhaven

Der GKV-Leitfaden zur Selbsthilfeförderung hat sich ab 2014 geändert, aber was genau für die Selbsthilfegruppen im Land Bremen zu beachten ist, fassen die Bremer Krankenkassen in dieser Broschüre zusammen.

 

Cover: Der GKV-Leitfaden Selbsthilfeförderung 2014

Leitfaden zur Selbsthilfeförderung

Der GKV-Spitzenverband hat in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen und den maßgeblichen Spitzenorganisationen der Selbsthilfeförderung den "Leitfaden zur Selbsthilfeförderung" entwickelt. In diesem Leitfaden sind die Inhalte, Voraussetzungen und Verfahren zur Förderung der Selbsthilfeorganisationen, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen verbindlich geregelt.

Broschüren-Cover: Ungleiche Partner. Patientenselbsthilfe und Wirtschaftsunternehmen im Gesundheitssektor

Ungleiche Partner – Patientenselbsthilfe und Wirtschaftsunternehmen

Wenn Pharma- und Medizinproduktehersteller versuchen, mit Spenden und Sponsoring Patientenselbsthilfe und Ärzteschaft für sich einzunehmen, ist Vorsicht geboten. Mehr Transparenz ist nötig, um die Beeinflussung durch die Industrie abzustellen. Die vorliegende Broschüre (Stand: 2015) hilft, die Gefahren zu erkennen und zu bannen.

Ihr Ansprechpartner beim vdek Bremen

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