Prävention

Im Juli 2015 ist das „Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention“ in Kraft getreten ist. Dadurch erhalten Prävention und Gesundheitsförderung einen größeren Stellenwert. Insbesondere die Gesundheitsförderung in Lebenswelten, den sogenannten Settings, wie Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen und Betrieben wird gestärkt.

Dies wird in allen Bundesländern umgesetzt. So wurde auch in Bremen im Dezember 2016 eine Landesrahmenvereinbarung Prävention zwischen den Bremer Sozialversicherungsträgern und dem Land Bremen abgeschlossen, die die Rahmenbedingung einer gemeinsamen Förderung von Präventionsprojekten festhält. Im Strategieforum Prävention entscheiden alle Unterzeichner über gemeinsame Projekte.

Anträge für Präventionsprojekte können bei jeder Krankenkasse gestellt werden. Die Beratung zu den Anträgen wird künftig die Koordinierungsstelle gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) im Auftrag der Krankenkassen anbieten.

Präventionskurse

Viele, besonders die chronischen Krankheiten, lassen sich durch eine gesunde Lebensführung vermeiden. Um einen Anfang zu finden, braucht man grundlegende Informationen und jemanden, der Wissen und Fähigkeiten gut vermitteln kann. Dies lässt sich in Kursen mit Gleichgesinnten leicht und nachhaltig erlernen. Deshalb unterstützen die Ersatzkassen nach § 20 Abs. 1 und 2 SGB V die Teilnahme ihrer Versicherten an Primärpräventionskursen und bieten entweder eigene Kurse an, oder sie fördern die Teilnahme ihrer Versicherten am Kursangebot anderer Anbieter mit der Übernahme eines Teils oder der kompletten Kosten. Nähere Infos dazu erhalten die Versicherten bei ihrer Ersatzkasse.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Im Bereich betriebliche Gesundheitsförderung unterstützen die Ersatzkassen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Damit auch kleine und mittlere Betrieb in ihrem Bemühen für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter maßgeschneiderte Hilfe bekommen, haben die Bremer Krankenkassenverbände im Mai 2017 eine Kooperation mit der Handelskammer Bremen geschlossen. Konkrete Beratungsangebote vor Ort finden interessierte Unternehmen auf der Regionalseite der bundesweiten Webseite der BGF-Koordinierungsstellen.

Leitfaden Prävention

Leitfaden Prävention 2018

Welche Voraussetzungen die Kurse bzw. die Anbieter erfüllen müssen, damit die Versicherten einen Zuschuss ihrer Ersatzkasse erhalten können, oder unter welchen Bedingungen Präventionsprojekte in Settings wie Kita, Schule und Kommune gefördert werden können, haben die Spitzenverbände der Krankenkassen in einem gemeinsamen Leitfaden festgelegt.

Außerdem sind erstmalig neben den Förderkriterien gemäß § 20 SGB V auch der Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen gemäß § 5 SGB XI im Leitfaden Prävention integriert.

Der Leitfaden steht hier zum Download bereit (Fassung vom 01.10.2018).

Logo Zentrale Prüfstelle Prävention

Zentrale Prüfstelle Prävention

Zur Prüfung, ob die geforderten Qualifikationen entsprechend dem Leitfaden Prävention vorliegen, wenden sich Anbieter von Präventionsangeboten bitte an die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP). Ab dem 1.1.2014 wird die Prüfung der Voraussetzungen hier vorgenommen und entsprechend zertifiziert. Weitere Infos erhalten Sie auf der ZPP-Seite der vdek-Zentrale

Broschürencover Präventionsbericht 2017 mit Bild von Eltern mit zwei Kindern bei einem Spaziergang

Präventionsbericht 2017

Eine Übersicht über das Engagement der Kassen im Bereich der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung finden Sie im aktuellen Präventionsbericht 2017.