Zentrale Datenauswertung der Klinischen Krebsregister

Schwerin, 7. April 2011 – Um dem Anspruch einer landesweiten Darstellung der onkologischen Versorgungsqualität und von Versorgungstransparenz in Mecklenburg-Vorpommern gerecht zu werden, haben die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenkassen und die Krankenhausgesellschaft gemeinsam beschlossen, die Daten der Klinischen Krebsregister zentral zusammenzuführen und auszuwerten, informiert der Geschäftsführer der KGMV, Wolfgang Gagzow.

In Mecklenburg-Vorpommern existieren vier regionale Klinische Krebsregister an den onkologischen Schwerpunktkrankenhäusern Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin, die regional zu einer verlaufsbegleitenden Dokumentation der onkologischen Behandlungsqualität und zur Qualitätsberichtserstattung in der onkologischen Versorgung beitragen. „Allerdings fehlt bislang eine systematische und umfassende landesweite Auswertung und Berichterstattung“ stellt Herr Gagzow heraus und verweist auf die notwendige Weiterentwicklung im Hinblick auf die sektorenübergreifende Qualitätssicherung auf Bundesebene.

Daher haben sich die genannten drei Partner der Selbstverwaltung darauf verständigt, die zentrale Datenauswertung der Klinischen Krebsregister als ein landesweites Verfahren der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung in Mecklenburg-Vorpommern zu starten. So können Synergieeffekte zwischen den Klinischen Krebsregistern und den bundesweiten Verfahren der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung optimal genutzt werden. „Damit wird einer Forderung des Nationalen Krebsplanes, möglichst Doppeldokumentationen und doppelte Versorgungsstrukturen zu vermeiden, am effektivsten entsprochen“ führt Herr Gagzow weiter aus.

Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den vier Klinischen Krebsregistern. Die Verantwortung für das Verfahren obliegt dem gemeinsamen Lenkungsausschuss für Qualitätssicherung der Selbstverwaltungspartner. Die Beteiligung des Sozialministeriums wird hierbei ausdrücklich gewünscht. Für die fachliche Beratung und Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich Qualitätssicherung, Epidemiologie und Versorgungsforschung werden Fachgruppen eingesetzt. Herr Gagzow betont: „Gerade die Fachgruppenmitglieder tragen aufgrund der bestehenden Fachkenntnisse und notwendigen Erfahrung maßgeblich zu einer erfolgreichen Umsetzung bei. Beleg hierfür ist die stationäre Qualitätssicherung, in der die Fachgruppen nunmehr seit 10 Jahren als Garanten für das Erfolgsmodell gelten.“

Diese Pressemitteilung wurde veröffentlicht von:

der Kassenärztlichen Vereinigung, der Krankenhausgesellschaft und der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in Mecklenburg-Vorpommern
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