Zahnärzte

Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe

Für die Versorgung mit zahnmedizinischen Leistungen sind in Mecklenburg-Vorpommern ca. 1.300 Zahnärzte tätig.

Die Landesvertretung der Ersatzkassen schließt mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) jährlich Verträge ab, in denen die Vergütung für die zahnerhaltende und prothetische Versorgung geregelt wird.

Unumstritten ist, dass

  • die Häufigkeit und der Schweregrad von Munderkrankungen im Wesentlichen durch den individuellen Lebensstil geprägt werden,
  • für ihre Reduzierung ein verändertes Gesundheitsverhalten erforderlich ist,
  • die Mundgesundheit ein wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Gesundheit ist,
  • zahlreiche Risikofaktoren das Entstehen von Mundkrankheiten begünstigen, die wiederum Auswirkungen auf andere Organsysteme haben können.

Deshalb wurde die Mundgesundheit in die allgemeine Gesundheitsförderung eingebunden und für die Gruppenprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen gesetzlich etabliert.

Auf dieser Basis hat sich 1992 in Mecklenburg-Vorpommern die Landesarbeitsgemeinschaft zur Jugendzahnpflege (LAJ) gebildet. Ihr gehören neben den Vertretern der gesetzlichen Krankenversicherung und der Zahnärzteschaft (Kassenzahnärztliche Vereinigung, Zahnärztekammer) auch Vertreter des Landkreistages, des Städte- und Gemeindetages sowie der Gesundheitsämter an. Ziel der flächendeckende Gruppenprophylaxe ist es, neben einer grundlegenden Aufklärung zur Mundhygiene durch eine rechtzeitige Intervention sanierungsbedürftige Zähne/Gebisse zu erkennen und auf eine medizinische Behandlung zu orientieren. Insgesamt soll damit der Zahnstatus der Kinder und Jugendlichen in M-V systematisch verbessert werden. Die Ausgaben der Krankenkassen für die Gruppenprophylaxe betrugen im Jahr 2012 etwa 600.000 Euro.

Seit August 2003 läuft in Mecklenburg-Vorpommern ein Projekt zur Intensivierung der Gruppenprophylaxe. Durch den Einsatz zusätzlicher Prophylaxehelferinnen sollen die Vorsorgeuntersuchungen insbesondere in Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Kariesrisiko aufweisen, intensiviert werden. Das sind vor allem Grund-, Haupt- und Sonderschulen sowie integrative Kindergärten. Gleichzeitig werden die Ergebnisse alle zwei Jahre wissenschaftlich erfasst, so dass nach deren Auswertung in periodischen Abständen wertvolle Erkenntnisse vorliegen werden.