Honorar Ärzte: Streiken ist kontraproduktiv

Schwerin, 27.8.2012 – Die Ersatzkassen in Mecklenburg-Vorpommern reagieren kritisch auf die angekündigten Streiks der Kassenärztlichen Vereinigung (KVMV) zur Durchsetzung von Honorarforderungen.

„Honorarforderungen durch Praxisschließungen und damit auf dem Rücken der Patienten auszutragen, sind immer die schlechteste Lösung“, sagte Karl Nagel, Leiter der vdek-Landesvertretung am Montag in Schwerin. „Aus diesem Grund sind die Drohungen der Ärzte, das Behandlungsspektrum für unsere Versicherten zu minimieren, nicht zu akzeptieren. Die Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern sollten sich deshalb den Forderungen ihrer Funktionäre nicht anschließen. Stattdessen sollte auf Lösungen am Verhandlungstisch gesetzt werden. Nach den durchaus kräftigen Honorarzuwächsen der letzten Jahre sind die Vorstellungen der Ärzteschaft, bundesweit ca. 3,5 Mrd. Euro mehr zu fordern, außerdem total überzogen.“

Die Ärzte haben in den letzten Jahren kräftig an Unsatz und damit auch an Gewinn zugelegt. Das gilt besonders auch für die Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Angaben der Ärzte-Zeitung (9. Juli 2012) liegen die Ärzte im nordöstlichsten Bundesland beim Praxisumsatz im ersten Halbjahr 2011 mit 121.180 Euro an der Spitze aller Bundesländer. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 102.004 Euro.

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Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com