Arzneimittelvereinbarung für Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen

Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Die Verbände der Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern

Krankenkassen und KVMV haben die Arzneimittelvereinbarung für das Jahr 2013 einvernehmlich abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung führen beide Vertragsparteien ihre Strategie mit weiteren Maßnahmen zur wirtschaftlichen und bedarfsgerechten Versorgung der Patienten in Mecklenburg-Vorpommern mit Arzneimitteln fort.

Ohne die qualitative Versorgung der Patienten zu beeinträchtigen, hat diese Strategie zur Einsparung in den letzten Jahren von mehr als 20 Millionen Euro jährlich gegenüber dem vereinbarten Ausgabenvolumen geführt. Das war nur möglich, weil die Vertragspartner vielfältige Maßnahmen zur Steuerung einer bedarfsgerechten Arzneimittelversorgung durchgeführt haben.

So verwendet die KV seit 2012 eine werbungsfreie Arzneimittelinformation zur individuellen Beratung eines jeden Vertragsarztes. Darin sind sowohl mengenmäßige als auch qualitative Aspekte verankert, die gemeinsam mit dem Zentralinstitut der kassenärztlichen Versorgung (ZI) in Berlin und den Krankenkassen erarbeitet wurden. So kann jeder Vertragsarzt in sein eigenes Verordnungsgeschehen per Computer einsehen und die aufgestellten Parameter beeinflussen. Darüber hinaus werden in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zwischen KV und Krankenkassen regelmäßig Hinweise zur Verordnungsfähigkeit von Medikamenten und Anwendungshinweise erarbeitet und diese sowohl den Ärzten als auch soweit wie möglich, den Patienten zur Verfügung gestellt.

Durch eine Reihe von Maßnahmen, wie das Einhalten von Generikaquoten, die Unterstützung von Rabattverträgen der Krankenkassen, Verordnung von preiswerten Impfstoffen und Beachtung der Zielvereinbarungen zu bestimmten Arzneimitteln ist die Gefahr von Regressen in Mecklenburg-Vorpommern gebannt. Dadurch ist gleichzeitig ein Bonussystem etabliert worden, dass wirtschaftliches Verhalten von Ärzten ohne Einschränkung der Qualität  honoriert.

Die in den letzten zwei Jahren gemeinsam durchgeführten Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Ausgaben für Arzneimittel in Mecklenburg-Vorpommern deutlich im Zuwachs unter dem Bundesdurchschnitt liegen. So konnten die Vertragspartner in diesem Jahr erstmals eine Absenkung des Arzneimittelvolumens um 10 Millionen Euro zusätzlich vereinbaren.

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