Organspende: Mecklenburger und Vorpommer wieder Bundesspitze

Nach den Daten der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) haben von Januar bis April dieses Jahres in Mecklenburg-Vorpommern 17 Menschen Organe gespendet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur sieben.

„Wir freuen uns, dass sich die Menschen in M-V wieder auf ihre Jahrzehnte lange sehr gute Spendenbereitschaft zurück besonnen haben“, so vdek-Landeschefin Kirsten Jüttner.

70 Prozent der Angehörigen für eine Spende

Insgesamt erzielt das nordöstlichste Bundesland eine Quote von 16,8 Spendern auf eine Million Einwohner. Bundesweit sind es nur 9,7 Spender je einer Million Einwohner. Anders als im Bundestrend steigt in Mecklenburg-Vorpommern sogar die Bereitschaft zum Spenden. Im Falle des Falles stimmen außerdem fast 70 Prozent der Angehörigen einer Organspende zu. Bundesweit sind es nur 56. Alles Zahlen, die verdeutlichen, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen der DSO, der Politik und der Krankenkassen sowie nicht zuletzt der Kliniken des Landes gelohnt haben, die Spendenbereitschaft wieder populär zu machen.

Widerspruchslösung wäre besser

Trotz der positiven Trendumkehr in der Spendenbereitschaft fordern einige Gesundheitspolitiker und Gesundheitsfunktionäre die Einführung einer so genannten Widerspruchslösung. Damit wäre künftig jeder Bürger automatisch Organspender, bis er ausdrücklich widerspricht. Nach einer aktuellen Umfrage der BARMER Ersatzkasse wären 60 Prozent ihrer Versicherten für eine solche Lösung.

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com