Patient im Fokus

Die Ersatzkassen setzen sich seit Jahren dafür ein, Versorgungsdefizite zu analysieren und zu beheben, um die Qualität der medizinischen Versorgung weiter zu verbessern. Das geht nur, wenn man die Patientensicherheit noch mehr in den Fokus nimmt. Genau deshalb hatten sich die Ersatzkassen entschieden, ihr diesjähriges Forum unter dieses Thema zu stellen.

„Patientensicherheit ist mehr als die Vermeidung bestimmter Komplikationen. Wir müssen sie auch als Zusammenwirken von Teams und von beteiligten Organisationen des Gesundheitssystems verstehen“, so Ersatzkassen-Chefin Kirsten Jüttner.

Fast die Hälfte aller Komplikationen vermeidbar

Einiges läuft gut, zum Beispiel die verbindliche Einführung von Fehlermeldesystemen an Krankenhäusern. Dennoch gibt es erheblichen weiteren Verbesserungsbedarf in allen Bereichen des Gesundheitswesens. In Krankenhäusern verlaufen jährlich zwar 90 bis 95 Prozent aller Krankenhausbehandlungen ohne Zwischenfälle, aber bei fünf bis zehn Prozent (ein bis zwei Millionen Patienten) treten „unerwünschte Ereignisse“ auf, von Drückgeschwüren über Fehldiagnosen bis hin zu schweren Infektionen.

„Vermeidbar wären bis zu 800.000 dieser ‚Vorfälle‘, also fast die Hälfte“, so Jüttner. „Hier lohnt es sich wirklich, um jeden Fall zu kämpfen.“

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com