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Gesundheitspolitik: Viel Licht, aber auch Schatten

Bessere Angebote für gesetzlich Versicherte, schnellere Vergabe von Haus- und Facharztterminen, mehr Sprechstundenzeit – das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll den Weg in eine patientenorientierte Versorgung öffnen. Hinter dem etwas sperrigen Namen des Gesetzes, das seit Anfang Mai in Kraft ist, verbergen sich eine ganze Reihe von Änderungen, die insbesondere die Situation der Patienten verbessern sollen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nicht nur bei diesem Gesetz auf Tempo gedrückt, um seine ambitionierten Ziele im Gesundheitswesen durchzusetzen.

Weitere Themen im Report:

Interview mit Christian Zahn: Gesundheit ist nicht teilbar

Christian Zahn ist Präsident der AIM, des internationalen Dachverbands von Krankenversicherern auf Gegenseitigkeit. Er setzt sich für den universellen Zugang zu bezahlbarer Gesundheitsversorgung ein. Mit Bezug auf die gerade stattgefundenen Wahlen zum Europäischen Parlament hebt er den Beitrag der EU zur Gesundheitspolitik hervor. Gesundheit ist nicht teilbar, es muss überall ein solidarisches System geben.

Selbstverwaltung in Gefahr

Die gemeinsame Selbstverwaltung ist die tragende Säule der deutschen Sozialversicherung. In Sozialwahlen gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber treffen im gegenseitigen Interessenausgleich eigenverantwortlich Entscheidungen über die Ausgestaltung der Gesundheitsversorgung im Rahmen allgemeiner Vorgaben des Gesetzgebers. Doch diese ist jetzt in Gefahr. Bei allen positiven Aspekten, die aktuelle Gesetze mit sich bringen, einige „Trojanische Pferde“ haben sich im Inneren versteckt: Regelungen zur massiven Zurückdrängung der Selbstverwaltung der Krankenversicherung. Ersatzkasse report. geht der Sache auf den Grund

Arzneimittelreste vergiften die Seen

Im „Land der Seen und Wälder“ werden immer mehr Arzneimittelreste in Flüssen und Seen entdeckt. In den vergangenen zehn Jahren hat das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (LUNG) in über 90 Prozent aller Messstellen in Fließgewässern in Mecklenburg-Vorpommern gesundheitsschädliche Arzneimittelrückstände gefunden.

Kein Masernalarm für Mecklenburg-Vorpommern

Immer mehr Infektionskrankheiten sind auf dem Vormarsch. Deshalb schlagen Mediziner Alarm. 2018 mussten in Europa 72 Todesfälle nach Maserninfektionen beklagt werden; 82.500 Menschen hatten sich infiziert. Immerhin scheint Mecklenburg-Vorpommern beim Masernschutz mit einer Durchimpfungsrate von 95,5 Prozent bei Schulanfängern recht gut gewappnet zu sein.

Link zum Report:

https://www.vdek.com/LVen/MVP/Presse/ersatzkasse_report/_jcr_content/par/download_2089786520/file.res/2019-Report-Juli.pdf

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com