vdek-Präventionsprojekt:

Mobiles Kochen im Pflegeheim

Das gemeinsame Zubereiten von Mahlzeiten zur Förderung von Wohlbefinden und zur besseren psychosozialen Interaktion soll stärker in den Alltag der Bewohner der Pflegeeinrichtungen des „Netzwerkes für Menschen“ in Schwerin gerückt werden. So könnte die Kurzformel eines Präventionsprojektes lauten, das der Verband der Ersatzkassen, vertreten durch die Landesvertretung, und die Verantwortlichen der 14 Einrichtungen des Netzwerkes gemeinsam durchführen werden.

Mehr gemeinsam machen – mehr Lebensqualität

„Unsere Projektverantwortliche, Janine Woith, kam total begeistert von der Veranstaltung zum Projektstart am vergangenen Donnerstag wieder“, berichtet die Leiterin der Ersatzkassen-Landesvertretung, Kirsten Jüttner. „Insbesondere die offene Atmosphäre und das Engagement der Teilnehmer lassen unsere Erwartungen steigen, präventive Aspekte in den Alltag der Pflegeheimbewohner integrieren zu können.“

Auch Mitarbeiter der Pflegeheime, die gestern über Ziele, Inhalte und Ausrichtungen des Projektes informiert wurden, finden das Projekt „Klasse“ Ein Mitarbeiter aus der Küche wörtlich: „Wenn wir das durchziehen, bedeutet das zurückgewonnene Lebensqualität.“

Mit „mobiler Küche“ am Bett kochen …

Zum Einsatz soll übrigens auch eine „mobile Küche“ kommen, die das Zubereiten des Essens am Bett von Bewohnern ermöglichen wird, so dass sogar diese schwerer betroffenen Heimbewohner wieder an alltäglichen Dingen des Lebens teilhaben können.

Hintergrund des Projektes:

Essen hält ja bekanntlich „Leib und Seele zusammen.“ Vor allem für Bewohner in stationären Einrichtungen stellen die Mahlzeiten häufig die Höhepunkte des Alltags dar. Gemeinsames Essen bedeutet jedoch nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Interaktion, Kommunikation, das Wachrufen von Erinnerungen, gute Gespräche, das Erfahren von Genüssen. Dabei wird die Herstellung des Essens jedoch schnell aus dem Blick gelassen. Jedoch ermöglicht das (gemeinsame) Zubereiten von Speisen eine Fülle an weiteren positiven Aspekten:

- Es fördert die psychosoziale Gesundheit, weil die Bewohner an einer Gemeinschaft teilnehmen und ihre eigenen Fertigkeiten einbringen können.

- Es stärkt das seelische Wohlbefinden, weil Rezepte aus dem eigenen Leben wieder in den Alltag integriert werden und so positive Erinnerungen wachgerufen werden können.

- Es beugt dem Verlust von körperlichen Fertigkeiten vor und reaktiviert kognitive Ressourcen.

- Es ermöglicht eine qualitative Verbesserung des Ernährungsplans der Bewohner, weil selbst zubereitete Speisen eher gegessen werden als fertig servierte.

- Es thematisiert die Besonderheiten der Ernährung im Alter.

Zum „Netzwerk für Menschen“:

Im Netzwerk haben sich zwei große Anbieter der Altenhilfe

zusammengeschlossen: Das Augustenstift zu Schwerin und die SOZIUS Pflege- und Betreuungsdienste Schwerin gGmbH. Hinzu kommen noch zwei Tochterunternehmen, von denen die ASG mbH Projektrelevanz hat.

Das Augustenstift zu Schwerin betreibt neben verschiedensten vorstationären Einrichtungen ein gleichnamiges Pflegeheim mit insgesamt 123 Plätzen. Die SOZIUS gGmbH betreibt sechs stationäre Pflegeheime.

Für nähere Auskünfte: Janine Woith (vdek), Tel.: 0385-5216-118 (Di+Mi)

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com