Tag der Organspende:

Organspendebereitschaft in M-V deutlich über dem Bundesdurchschnitt

Die Anzahl der Organspender pro eine Millionen Einwohner liegt in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) mit 16,8 nach wie vor deutlich über dem Bundesdurchschnitt (11,0). Damit liegt M-V an dritter Stelle im Vergleich der Bundesländer (Hamburg: 26,0; Saarland: 22,3).

Fast 9.000 warten auf Spenderorgan

Obwohl die Anzahl der Menschen, die in Deutschland auf ein Spenderorgan warten laut Eurotransplant gesunken ist, standen zum Stichtag 1. Juni 2021 immerhin noch 8.824 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. (Vergleich: Im Januar 2021 waren es 9.201).

In den meisten Fällen sind es lebensbedrohliche Krankheiten, die eine Organtransplantation erforderlich machen, etwa bei schwerem Herz-, Lungen- oder Leberversagen. Die Organspende ist für die Betroffenen dann die einzige Möglichkeit, um überleben zu können.

In der Aufklärungsarbeit nicht nachlassen

Allerdings kommt es nicht bei allen potentiellen Organspendern letztlich auch zur Organspende. In M-V wurde bei einem Drittel aller Fälle nach dem Eintritt des Hirntods (Feststellung des endgültigen, nicht mehr behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms) keine Freigabe zur Organspende erteilt.

„Das zeigt uns, dass wir auch weiterhin viel Aufklärungsarbeit rund um das Thema Organspende leisten müssen“, erklärt vdek-Pressesprecher Dr. Bernd Grübler. „Das betrifft sowohl die Spendenbereitschaft an sich, aber auch die sehr sensible Arbeit mit den Angehörigen eines Spenders, die in den Kliniken stattfindet.“

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com