Tag der Organspende:

Nach wie vor hohe Spendenbereitschaft

Zum Glück. Die Bereitschaft der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern Organspender zu sein ist ungebrochen.  Mit 16 Spenden auf eine Million Einwohner liegt das nordöstlichste Bundesland, wie auch die Jahre zuvor, deutlich über dem Bundesdurchschnitt (elf Spenden auf eine Million).

Weit überwiegend positive Einstellung

Das korrespondiert mit den Ergebnissen einer aktuellen Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter dem Motto „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2022“: Zentrales Ergebnis der Befragung ist, dass mit 84 Prozent ein Großteil der Befragten dem Thema Organ- und Gewebespende positiv gegenübersteht. Das betrifft offensichtlich nicht nur potentielle Spender, sondern auch Angehörige von Verstorbenen.

44 Prozent mit Organspendeausweis oder Patientenverfügung

Nach der BZgA-Erhebung haben mehr als zwei Fünftel der Befragten (44 Prozent) ihre Entscheidung zur Organ- bzw. Gewebespende schriftlich fixiert (Organspendeausweis, Patientenverfügung). Darüber hinaus haben weitere 17 Prozent für sich eine positive Entscheidung getroffen, ohne diese ausdrücklich schriftlich festzuhalten.

“Als Mitglied des Fachbeirates der DSO – Region Nord-Ost – bin ich über die höheren Zustimmungswerte der Menschen in unserem Bundesland sehr erfreut“, so Steffen Althorn, Referatsleiter Stationäre Versorgung der vdek-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern.

In Anstrengungen nicht nachlassen

Die vergangenen zwei Jahre haben leider auch gezeigt, dass wir noch kein robustes System der Organspende haben. Bereits kleine Veränderungen führen zu einem Rückgang des Spendenaufkommens  insgesamt. Hier gilt es weiterhin alle Anstrengungen zu unternehmen, um Menschen, die auf ein Spenderorgan warten, zu helfen.

„Jede und jeder von uns kann auf ein Spenderorgan angewiesen sein. Daher müssen wir immer wieder daran erinnern, wie wichtig das Thema Organspenden ist.“, so Steffen Althorn.

Hintergrund:

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) nimmt als bundesweite Koordinierungsstelle für die Organspende eine zentrale Rolle im Organspendeprozess ein. Sie organisiert die Zusammenarbeit aller beteiligten Partner bei der Organentnahme, einschließlich der zugehörigen vorbereitenden Maßnahmen und dem anschließenden Transport der Spenderorgane in die Transplantationszentren.

Etwa 9.100 Menschen stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten von ihnen warten auf eine Spenderniere. 2020 gab es bundesweit 913 Organspenderinnen und Organspender

Immer wieder taucht die Frage auf, ob man jenseits der 60 nicht zu alt zum Organspenden wäre?

Es gibt jedoch keine Altersbegrenzung für eine Spende. Wichtig ist die Funktionsfähigkeit des jeweiligen Organs. Ob ein Organ transplantiert werden kann, entscheiden medizinische Voruntersuchungen und der Arzt zum Zeitpunkt der Entnahme. Die bisher älteste Organspenderin Deutschlands war 98 Jahre alt und ihre Leber konnte erfolgreich transplantiert werden.

Kontakt

Dr. Bernd Grübler
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: bernd.gruebler@vdek.com