Zahnärzte – Vergütungsvereinbarungen und Honorarverteilungsverträge

Die Landesvertretungen des Verbandes der Ersatzkassen schließen mit den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) und Zahntechniker-Innungen in den Ländern alljährlich Vergütungsvereinbarungen ab. In den Vergütungsvereinbarungen wird die Vergütungshöhe für die zahnärztlichen Leistungen an Ersatzkassen-Versicherten geregelt.

Broschürencover: Kosten und Versorgungsstruktur von Zahnarztpraxen

Auftragsstudie Veränderung der Kosten- und Versorgungsstruktur von Zahnarztpraxen

Expertise zu den empirischen Grundlagen und weiterführende Vorschläge im Auftrag des vdek

Die Vergütungsvereinbarungen umfassen beispielsweise die Versorgung mit Füllungen und Schienen, aber auch parodontische sowie kieferorthopädische Leistungen. Die Verteilung der Honorare an die einzelnen Zahnärzte und Leistungserbringer im jeweiligen Land erfolgt über Honorarverteilungsverträge. Ab 2013 werden diese Verträge nur noch im Benehmen mit dem vdek geschlossen.

Des Weiteren schließen die Landesvertretungen des vdek für den Bereich der Zahnärzte Verträge mit Hochschulambulanzen ab.

Die Verträge werden grundsätzlich auf Länderebene geschlossen. Ansprechpartner für Zahnärzte und Zahntechniker sind daher die KZVen sowie die ansässigen Zahntechniker-Innungen. Ansprechpartner bei den Ersatzkassen sind die Landesvertretungen des vdek:

Bei der Erbringung ihrer Leistungen sind Zahnärzte dem im Sozialgesetzbuch beschriebenen Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet. Die Einhaltung wird im Rahmen sogenannter Wirtschaftlichkeitsprüfungen nachgehalten. Das entsprechende Verfahren wird in Prüfvereinbarungen zwischen den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und den Verbänden der Krankenkassen auf Landesebene festgelegt.

Einen zentralen Baustein in der zahnmedizinischen Vorsorge der gesetzlichen Krankenversicherung stellt die Gruppenprophylaxe dar. Hierunter wird die Förderung der Kinder- und Jugendzahnpflege im Rahmen der Gesundheitserziehung vor allem in Kindergärten und Schulen verstanden. Dazu gehört die Koordinierung von Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen. Nähere Informationen hierzu sowie zum Tag der Zahngesundheit finden Sie auf der Seite der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e.V. (DAJ).

Festzuschuss-Erhebung

Befundbezogene Festzuschüsse beim Zahnersatz waren von Beginn an nicht unumstritten: Während Befürworter die Teilhabe am zahnmedizinisch-technischen Fortschritt betonten, warnten die Krankenkassen vor einer überproportionalen finanziellen Belastung der Versicherten. Im Jahr 2009 haben die Ersatzkassen erstmalig eine entsprechende Erhebung vorgelegt, die zu den folgenden Ergebnissen gekommen ist:

  • Die Versicherten wurden seit der Einführung des Systems befundbezogener Festzuschüsse zunehmend finanziell belastet.
  • Die Implantatversorgungen haben sich zwischen 2005 und 2009 nahezu verdoppelt.
  • Die durchschnittliche Kosten-Entwicklung stieg erwartungsgemäß in nahezu allen Bereichen.
  • Bei den zahnärztlichen Honoraren zeigt sich eine deutliche Verlagerung vom BEMA hin zur GOZ.
  • Außerhalb der Regelversorgung hat sich der Eigenanteil der Versicherten deutlich erhöht.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen: