Zukunft der medizinischen Versorgung

Enquete-Kommission Landtag MVP 2020
Die Mitglieder der Enquete-Kommission "Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern"
Enquete-Kommission Landtag MVP 2020

Abschlussbericht der Enquete-Kommission

Nun liegt er vor - der Abschlussbericht zur Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landtagspolitiker wollen nun in die intensive Diskussion mit vielen Entscheidern der gesundheitlichen Versorgung treten, damit die positiven Ansätze des Berichtes bald in reale Versorgungsstrukturen umgesetzt werden.

Gutachten zur Versorgungssituation in Mecklenburg-Vorpommern

Illustration: Zwei übereinanderliegende Aktenodner neben einem Schild mit der Aufschrift Gutachten

Das von der Enquete-Kommission des Landtages in Auftrag gegebene Gutachten des Institute for Health Care Business (hcb, Prof. Augurzky) liefert eine umfangreiche und detaillierte Übersicht über den Ist-Zustand sowie über mögliche Reformschritte bei der Neuausrichtung der medizinischen Versorgung. Das reicht von der Umgestaltung der Krankenhausstrukturen, den sektoralen Kooperationen bis hin zu einem verstärkten Einsatz der Telemedizin und die  Erprobung von KI-Systemen  in der Praxis.

Die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern steht vor erheblichen Herausforderungen, bedingt durch den demografischen Wandel, einen zunehmenden Fachkräftemangel, die besondere Situation eines dünnbesiedelten Flächenlandes, einen veränderten Versorgungsbedarf, den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt sowie durch bundesgesetzliche Rahmenbedingungen.

Vor diesem Hintergrund wurde im Landtag die Enquete-Kommission zur „Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern“ gebildet. Sie wird von Jörg Heydorn, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, geleitet. In der Enquete-Kommission sollen Landtagsabgeordnete gemeinsam mit Fachleuten beraten, wie die Gesundheitsversorgung im ganzen Land auf Dauer sichergestellt werden kann.

Bedarfsgerechte Versorgungsplanung

„Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ ist ein Zitat, das Arthur Schopenhauer zugeschrieben wird. Auch wenn er vielleicht gar nicht der Zitatgeber war, bleibt für die Landesvertretung der Ersatzkassen unstrittig, dass die Sicherstellung der medizinischen Versorgung ein grundlegender Bestandteil der Daseinsvorsorge ist. Insofern ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten medizinischen Versorgung sogleich die Grundvoraussetzung, um die Gesundheit eines jeden Einzelnen von uns wiederherzustellen bzw. diese in einem bestmöglichen Umfang aufrechtzuerhalten. Ziel einer Neuausrichtung der medizinischen Versorgungsstruktur sollte daher eine bedarfsgerechte Versorgungsplanung unter Mitwirkung der Krankenkassen sein, die insbesondere den ambulanten und stationären Sektor umfangreich miteinander verknüpft. Eine sektorenübergreifende Versorgung, flankiert durch den Ausbau und die Nutzung von Telemedizin sowie die Vorhaltung von hochspezialisierter und standortbezogen konzentrierter Medizin, bilden den Lösungsansatz, der nur flächendeckend unter der Maßgabe einer guten Infrastruktur sowie eines entsprechenden Notfallrettungskonzeptes umgesetzt werden kann.

vis_juettner_kirsten

Kommentar Kirsten Jüttner, Leiterin der vdek-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Wir müssen die ambulante und stationäre Versorgungsplanung besser verknüpfen

Der Fragenkatalog der Enquete-Kommission hat es in sich. Annähernd achtzig Fragen zu allen Feldern der gesundheitlichen Versorgung verlangte den Experten von Ärzteorganisationen, Krankenkassen und anderen beruflichen Vertretern bei der Beantwortung einiges ab. Die Themen reichten von der ambulanten und stationären Versorgung, der Rehabilitation, der Finanzsituation im Gesundheitswesen über Telemedizin und Datenschutz bis hin zu fast schon philosophischen Fragen wie "Wie werden sich die Versorgungsschwerpunkte in den kommenden zehn Jahren verschieben?" Deshalb erklärt sich, dass nicht alle Fragen vollumfänglich bzw. nur stichpunktartig erfolgen konnten.

Nachstehend können Sie die Antworten der vdek-Landesvertretung lesen.