Prävention und Gesundheitsförderung

Am 25. Juli 2015 ist das „Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention“ in weiten Teilen in Kraft getreten. Prävention und Gesundheitsförderung erhalten dadurch einen größeren Stellenwert. Insbesondere die Gesundheitsförderung in Lebenswelten, den sogenannten Settings, wie Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen und Betrieben wird gestärkt.

Der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) übernimmt im Bereich Prävention auf Bundesebene eine koordinierende Rolle. Zudem beteiligt er sich an der Erstellung von Publikationen wie dem Präventionsbericht und dem Präventionsleitfaden und ist mitverantwortlich für die Zentrale Prüfstelle Prävention. Infos zu diesen Themen finden Sie weiter unten. Alles rund um die Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI steht hier.

Der vdek engagiert sich außerdem in der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga.), die Präventionsansätze für die Arbeitswelt weiterentwickelt und Impulse für die Verbreitung der betrieblichen Gesundheitsförderung gibt.

Zentrale Prüfstelle Prävention

Seit dem 1. Januar 2014 werden Präventionskurse und Anbieter bundesweit zentral und kassenartenübergreifend geprüft. Anbieter von Präventionsmaßnahmen profitieren vom zentralen und einheitlichen Prüfverfahren, da die Zertifizierung des Anbieters und Kurses für alle kooperierenden Krankenkassen gilt. Doppelprüfungen entfallen damit zukünftig. Weitere Informationen finden Sie unter Prüfstelle.

Die Zugangsvoraussetzungen für Anbieter sind in dem „Leitfaden Prävention“ definiert, der vom GKV-Spitzenverband in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene erstellt wurde. Leistungen werden ausschließlich in den darin definierten Handlungsfeldern und Kriterien nach § 20 SGB V erbracht:

Leitfaden Prävention

Im Leitfaden Prävention sind die inhaltlichen Handlungsfelder und die qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention (Individualprävention, Setting-Ansatz) und der betrieblichen Gesundheitsförderung festgelegt, die für die Leistungserbringung vor Ort verbindlich gelten. Der Leitfaden bildet die Grundlage, um die Versicherten zu unterstützen, Krankheitsrisiken möglichst frühzeitig vorzubeugen und ihre gesundheitlichen Potenziale und Ressourcen zu stärken. Maßnahmen, die nicht den in diesem Leitfaden dargestellten Handlungsfeldern entsprechen, dürfen von den Krankenkassen nicht durchgeführt oder gefördert werden.

Aktuell wird der Leitfaden Prävention durch die GKV modulweise weiterentwickelt und gemäß der Vorgaben aus dem Präventionsgesetz angepasst. Die Kapitel 1, 2 und 5 liegen bereits in der überarbeiteten Fassung vom 09. Januar 2017 vor. Die Kapitel 3, 4, 6 und 7 befinden sich derzeit in der Weiterentwicklung und sind bis zum Abschluss in der Fassung vom 10.12.2014 gültig.

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