Qualität als Planungsparameter im Krankenhaus

Sperrfrist 16.00 Uhr
Es gilt das gesprochene Wort.

16. gesundheitspolitisches Symposium der Ersatzkassen:Qualität als Planungsparameter der Krankenhausplanung
Die Bundesländer und der Bund sollten nach Auffassung der Ersatzkassen bei der Krankenhausplanung künftig enger Zusammenarbeiten. Die Planung der Bundesländer ist bisher uneinheitlich und als Bettenplanung  kapazitätsorientiert. „Seit der Umstellung der Vergütung von stationären Fällen als Fallpauschalen (DRG) steigt der politische Handlungsdruck, diese  qualitätsgerecht nach einheitlichen Vorgaben und nach bundesweit definierten Planungskriterien auszurichten“, fordert Dr. Klaus Holst, Leiter der  vdek-Landesvertretung Sachsen-Anhalt, anlässlich des gesundheitspolitischen Symposiums der Ersatzkassen in Sachsen Anhalt.

Die an der Krankenhausplanung in Sachsen-Anhalt Beteiligten haben in den  letzten Jahren bereits Schritte in diese Richtung getan. Seit 2005 spielt die  Anzahl der Krankenhausbetten als Planungskomponente in den 48  Krankenhäusern des Landes nur noch eine untergeordnete Rolle. Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen (LQV) zwischen einzelnen Krankenhäusern und den Verbänden der Krankenkassen sollen

-       Strukturvorgaben für die Schwerpunkte und Fachgebiete

-       Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie

-       Leistungsdefinitionen nach Struktur und Menge

festsetzen. Eine Umsetzung auf freiwilliger Basis mit den einzelnen  Krankenhausträgern gestaltet sich allerdings schwierig. In der Frage der  Investitionsfinanzierung können sich die Ersatzkassen neue Wege vorstellen. „Fakt ist, dass sich  Sachsen-Anhalt stückweise aus seiner Verantwortung für die baulichen Maßnahmen der Krankenhäuser zurückzieht. Es ist vorstellbar, dass sich der Bund künftig an der Investitionsfinanzierung beteiligt. Im Gegenzug sollte er dann auch ein Mitspracherecht auf Bundesebene bei der Festlegung von Planungskriterien erhalten“, so Holst abschließend. „Die 2014 auslaufende Förderung nach Art. 14 Gesundheitsstrukturgesetz (GSG) könnte als Vorbild für künftige Krankenhausfinanzierung dienen.“

Die Ersatzkassen haben ihre Vorstellungen zur Krankenhausplanung in

einem Positionspapier dargelegt. (Anlage)

Kontakt

Dr. Volker Schmeichel
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Tel.: 03 91 / 5 65 16 - 0
Fax: 03 91 / 5 65 16 - 30
E-Mail: volker.schmeichel@vdek.com