vdek fordert Einsatz für bessere und schnellere Koordination im Notfall

Innen- und Sozialministerium haben am 11.07.2018 eine Software zur interdisziplinären Versorgung im Notfall vorgestellt. Handlungsbedarf in Sachsen-Anhalt besteht, weil der Disponent in der Leitstelle heute meist telefonisch oder per Fax abklären muss, ob ein Krankenhaus zur Aufnahme von Notfallpatienten bereit ist. Und das ist längst nicht immer so.

Der interdisziplinäre Versorgungsnachweis dieser Software verlangt, dass die Krankenhäuser von sich aus proaktiv ihre Kapazitäten im Sinne einer Ampellösung mitteilen, die dann in den Leitstellen des Landes vorliegt. Im Rettungsfall teilt die Leitstelle dem ausgewählten Krankenhaus den Fall mit Diagnose und Schweregrad mit, so dass sich das Haus rund 30 Minuten vor Eintreffen des Rettungswagens auf die Behandlung vorbereiten kann.

Der vdek könnte sich den landesweiten Einsatz dieser Software vorstellen.

„Sachsen-Anhalt braucht innovative Leistungsansätze wie die am 11.07.2018 im Innenministerium vorgestellte Software, denn hier gibt es die bundesweit höchste Sterblichkeit an Herzinfarkten. Und gerade in solchen Fällen zählt jede Minute“, erläutert Dr. Klaus Holst, Leiter der vdek-Landesvertretung Sachsen-Anhalt. „Wir erwarten einen erheblichen Nutzen für unsere Versicherten und deshalb ist es wert und erforderlich, dass alle Beteiligten an einer gemeinsamen Lösung interessiert sind.“

Kommunen, Krankenhäuser, Ministerien und Krankenkassen beraten aktuell über die Einführung dieses Systems im Land, das bereits in Berlin/Brandenburg, Hessen und Niedersachsen arbeitet.

Kontakt

Dr. Volker Schmeichel
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Tel.: 03 91 / 5 65 16 - 0
Fax: 03 91 / 5 65 16 - 30
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