Mit dem Projekt „Seniorinnen und Senioren bringen Kinder in Bewegung“ (SeKiB) haben der Verband der Ersatzkassen e. V. und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen der ersatzkassengemeinsamen Initiative „Gesunde Lebenswelten“ erfolgreich gezeigt, wie starke Kooperationsverbünde und generationsübergreifende Zusammenarbeit zu der Gesundheitsförderung von Jung und Alt beitragen können.
Ziel des Projekts war es, Vorschulkinder frühzeitig für Bewegung zu begeistern und ältere Menschen aktiv zu halten und dabei deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern. In diesem Zusammenhang wurden über den gesamten Projektzeitraum 47 engagierte Senioren und Seniorinnen geschult und anschließend als ehrenamtliche Bewegungsbegleiterinnen und Bewegungsbegleiter in 14 Kindertagesstätten in deprivierten städtischen und ländlichen Gebieten in Sachsen-Anhalt eingesetzt. Innerhalb der Projektlaufzeit konnten dadurch wöchentliche Bewegungseinheiten mit insgesamt 310 Vorschulkindern durchgeführt werden.
Positive Auswirkungen plus Stärkung des sozialen Miteinanders
Mithilfe der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts wurde gezeigt, dass generationsübergreifende Bewegungsangebote positiv auf die motorische Entwicklung der Kinder wirken. Dabei haben sich die teilnehmenden Kinder in den Bereichen Schnelligkeit, Kraft, Gleichgewicht und Ausdauer stetig verbessert. Zudem zeigten sich positive Veränderungen im sozialen Konfliktverhalten der Kinder.
„Neben den gesundheitlichen Effekten entstand durch das Projekt ein starkes generationenübergreifendes Miteinander. Wir freuen uns, dass sich an den meisten Standorten in Sachsen-Anhalt dauerhafte Netzwerke zwischen Kindertagesstätten, engagierten Seniorinnen und Senioren, regionalen Sportvereinen sowie anderen lokalen Partnerinnen und Partnern entwickeln konnten. Diese Strukturen schaffen gute Voraussetzungen zum Erhalt der Bewegungsangebote über die Projektlaufzeit hinaus.“, so Prof. Dr. Elke Knisel Leiterin des Projekts.
Dr. Klaus Holst, Leiter der vdek-Landesvertretung Sachsen-Anhalt ergänzt: „SeKiB konnte mit den Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention zwei Zielgruppen nachhaltig erreichen. Dies stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor in der Umsetzung von Projekten dar: Strukturen und Maßnahmen anzustoßen, die langfristig einen Beitrag leisten gesund aufzuwachsen, gesund zu leben und gesund alt zu werden.“
Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) förderte das Projekt im Namen und Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), BARMER, DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse, hkk Krankenkasse und der HEK - Hanseatische Krankenkasse mit rund 225.000,00 Euro und leistet damit einen positiven Beitrag zur Stärkung gesundheitsfördernder Potentiale von Kindern und älteren Menschen in den Zielbereichen „Gesund aufwachsen“ und „Gesund im Alter“.
Hintergrund:
Mit dem Inkrafttreten des Präventionsgesetzes im Jahr 2015 sollen sozial bedingte Ungleichheiten von Gesundheitschancen vermindert werden. Im Rahmen dieses Gesetzes sind die Krankenkassen dazu aufgefordert, gezielt und qualitätsgesichert die Gesundheit von Personen mit speziellem Präventionsbedarf zu fördern. Dies geschieht insbesondere in sogenannten Lebenswelten, wobei ein besonderes Augenmerk auf vulnerablen Gruppen liegt. Unter der Initiative „Gesunde Lebenswelten“ setzt sich der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) im Namen und Auftrag der Ersatzkassen dafür ein, Menschen mit einem besonderen Präventions- und Gesundheitsförderungsbedarf in den Fokus der gemeinsamen Aktivitäten zu rücken und gesundheitsfördernde Verhaltensweisen als Selbstverständnis zu entwickeln bzw. zu stärken.
Dieses Projekt entstand in Kooperation mit der Otto-von-Guerike-Universität Magdeburg.
Kontakt
Elisabeth Scholz
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen-Anhalt
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