Basisdaten 2026/27

Die Basisdaten 2026 / 27 umfassen sechs Kapitel zur Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt. Inhaltlich widmen sich die Kapitel den demografischen Strukturen, der Versichertengemeinschaft, den Bereichen stationäre und ambulante Versorgung, Heilmittel, Selbsthilfe und Prävention sowie Gesundheitsförderung. Ergänzt wird die vorliegende Ausgabe durch ein Schwerpunktkapitel zur Ausbildungsfinanzierung in der Pflege.

Die Datenaufbereitung erfolgt mit dem Ziel, sowohl regionale und länderübergreifende Vergleiche als auch langfristige Entwicklungen abzubilden.

COVER_AKTUELL_ST_2026

– Basisdaten 2026/27

Das Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt

  1. Demografische Entwicklung

    Fokus • 

    Sachsen-Anhalt ist mit einem Durchschnittsalter von 48,3 Jahren das älteste Bundesland Deutschlands. Seit den 1990er Jahren geht die Bevölkerungszahl kontinuierlich zurück und lag 2024 bei rund 2,14 Millionen Einwohnern. Prognosen zufolge könnte sie bis 2040 auf etwa 1,82 Millionen sinken. Gleichzeitig steigt der Anteil der über 65-Jährigen, während jüngere Altersgruppen langfristig abnehmen, auch wenn die Zahl der unter 20-Jährigen zuletzt durch Zuwanderung leicht zunahm. Die Lebenserwartung steigt weiter und liegt aktuell bei 82,27 Jahren für Frauen und 75,93 Jahren für Männer. Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung stellen insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursache eine zentrale gesundheitliche Herausforderung dar. » Lesen

  2. Gesetzlich Versicherte in Sachsen-Anhalt

    Fokus • 

    Sachsen-Anhalt hat im Bundesländervergleich den höchsten Anteil gesetzlich Krankenversicherter. Die Gesundheitsausgaben werden überwiegend von der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung getragen, die zusammen rund 77 Prozent der Kosten finanzieren. Den größten Ausgabenposten bilden Krankenhäuser, gefolgt von Arzneimitteln und der ambulanten ärztlichen Versorgung. Im Jahr 2025 versicherten die Ersatzkassen mehr als 586.000 Menschen und erreichten damit einen Marktanteil von 29,11 Prozent. » Lesen

  3. Stationäre Versorgung

    Fokus • 

    In Sachsen-Anhalt stehen 44 Krankenhäuser, darunter zwei Universitätskliniken, für die Versorgung der Bevölkerung bereit. Die Trägerstruktur hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert: Heute befindet sich ein großer Teil der Kliniken in privater Trägerschaft. Gleichzeitig sinken die Fallzahlen, während hohe Vorhaltekosten bestehen bleiben, was viele Krankenhäuser vor finanzielle Herausforderungen stellt. Die Zahl der Rehabilitationseinrichtungen ist hingegen stabil, bei zuletzt wieder steigender Bettenauslastung. » Lesen

  4. Ambulante Versorgung

    Fokus • 

    Die ambulante Versorgung in Sachsen-Anhalt wächst, dennoch bestehen regional weiterhin Versorgungsengpässe. Gleichzeitig nehmen Versicherte ärztliche Leistungen überdurchschnittlich häufig in Anspruch, während die Vergütungen der Vertragsärzteschaft Rekordwerte erreichen. Dem stehen rückläufige Zahlen bei Apotheken und Kieferorthopädiepraxen sowie Arzneimittelausgaben der GKV von rund 1,9 Milliarden Euro gegenüber. » Lesen

  5. Pflege

    Fokus • 

    Die Zahl der Pflegebedürftigen in Sachsen-Anhalt ist innerhalb von zehn Jahren auf mehr als 204.000 gestiegen und wächst deutlich schneller als die Zahl der Pflegekräfte, die 2023 bei rund 40.400 lag. Zugleich erhöhten Personalmangel und steigende Kosten die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Immer mehr Pflegebedürftige werden daher zu Hause von Angehörigen versorgt. Die Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen haben nach der Pandemie wieder das Vorkrisenniveau überschritten. » Lesen

  6. Sonstige Leistungsbereiche

    Fokus • 

    Die Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt erfährt eine stetige Weiterentwicklung, was sich unter anderem in der Förderung der Selbsthilfe durch die gesetzliche Krankenversicherung mit 487.160 Euro im Jahr 2025 zeigt. Im Jahr 2024 versorgten 2.537 Heilmittelerbringer die Versicherten in Sachsen-Anhalt, wobei hier die Ausgaben für Heilmittel pro Versicherten bundesweit am zweithöchsten sind. Zwischen 2013 und 2023 haben sich die Kosten für Heilmittel mehr als verdoppelt, trotz konstanter Anzahl an Verordnungsblättern. Für Gesundheitsförderung und Prävention gaben die Krankenkassen in Sachsen-Anhalt 2023 etwa 17,33 Millionen Euro aus. » Lesen

  7. Spezial: Ausbildungsfinanzierung Pflege

    Die Ausbildung von Pflegefachpersonen ist eine zentrale Voraussetzung für die gesundheitliche Versorgung der Zukunft. Ihre Finanzierung erfolgt über ein komplexes Umlagesystem, dessen Kosten seit Jahren steigen. So werden in Sachsen-Anhalt 2026 nahezu 190 Millionen Euro für die Pflegeausbildung bereitgestellt. Finanziert wird der größte Teil davon durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sowie die Pflegebedürftigen. » Lesen