Ambulante Versorgung
In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten weiter gestiegen, besonders in der Allgemeinmedizin und Inneren Medizin. Im Vergleich zu anderen Bundesländern weist Sachsen-Anhalt in der ambulant vertragsärztlichen Versorgung die geringste Arztdichte auf. Dennoch ist die Zahl der Arztbesuche und Arzneimittelverordnungen hoch. Dies lässt sich u.a. die Demografie und Multi-Morbidität zurückführen. Sowohl die Haus- als auch die Fachärzte gehören in Sachsen-Anhalt im Bundesvergleich zu den „Spitzenverdienern“, was die Honorarumsätze aus dem Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung anbelangt.
Im Gegensatz dazu sinkt die Zahl der Kieferorthopäden seit Jahren, zuletzt auf 41 Kieferorthopäden. Die Zahl der Zahnärzte wuchs wieder leicht auf 1.384 Personen an. Die Zahl der Apotheken hingegen nimmt kontinuierlich ab (2025: 685), während die Zahl der Apotheker steigt (2025: 2.279). Die gesetzlichen Krankenversicherungen gaben im Jahr 2024 etwa 1,91 Milliarden Euro für Arzneimittel aus.
Das Rettungswesen in Sachsen-Anhalt zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an Leitstellen und einer geringen Einwohnerdichte je Leitstelle aus. Seit Jahren steigen die durchschnittlichen Gebühren im Rettungsdienst. Expertengremien hatten zur Senkung der Kosten und den effizienten Personaleinsatz eine Reduktion der Leitstellen in Sachsen-Anhalt empfohlen.