Aus der Medizingeschichte

Ein offenes Buch
  • Die Geschichte der Organ- und Gewebespende reicht mehrere tausend Jahre zurück – schon antike Kulturen kannten Hauttransplantationen. 
  • Die moderne Transplantationsmedizin startete im 19. Jahrhundert. Die erste erfolgreiche Nierentransplantation fand 1902 statt – der glückliche Patient war ein Hund aus Wien. 
  • 1933 gab es auch gute Nachrichten: Die erste Nierentransplantation bei einem Menschen gelingt dem ukrainischen Arzt Vorony. Die Patientin überlebt nur wenige Tage, weil man damals die Gründe für Abstoßungsreaktionen noch nicht kennt. 
  • 1954 wird die erste erfolgreiche Lebensorganspende durchgeführt – der US-Mediziner Murray transplantiert eine Niere von einem eineiigen Zwilling zum anderen.
  • 1967 wird die Organvermittlungsstelle Eurotransplant gegründet – sie koordiniert Organspenden und Wartelisten zwischen acht europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Slowenien, Ungarn). 
  • 1963 gelingt die erste Lungentransplantation, 1967 die erste Herztransplantation. Jedoch versterben beide Patienten innerhalb von drei Wochen. 
  • 1981 kommt endlich das erste Immunsupressivum auf den Markt – das Medikament reduziert die Abstoßungsreaktionen auf Fremdorgane erheblich und sorgt für deutlich bessere Überlebensraten.
  • Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) gibt es seit 1984.
  • 1997 tritt das Deutsche Transplantationsgesetz in Kraft.
  • Das Transplantationsregister wird 2016 eingerichtet - hierhin werden transplantationsmedizinischer Daten von in die Warteliste aufgenommenen Patienten, Organempfängern und lebenden Organspendern übermittelt.
  • Seit 2024 gibt es online das Organspende-Register. Hier können alle Menschen über 16 Jahre ihre Entscheidung für eine Organ- oder Gewebespende digital dokmentieren. Hier geht es direkt zum Register.