Medizin ist nicht geschlechtsneutral: Frauen und Männer unterscheiden sich bei Symptomen, Krankheitsverläufen aber auch im Umgang mit Gesundheit. So zeigt sich beispielsweise ein Herzinfarkt bei Frauen oft anders als bei Männern – was das Erkennen und die richtige erste Hilfe erschweren kann. Auch bei Diabetes, psychischen Erkrankungen oder in der Schmerztherapie bestehen relevante Unterschiede.
Auch im Gesundheitsverhalten gibt es Unterschiede: Während Frauen Vorsorge- und Präventionsangebote häufiger nutzen, suchen Männer ärztliche Hilfe oftmals später auf. Zudem reagieren Frauen auf bestimmte Arzneimittel statistisch häufiger mit Nebenwirkungen, da viele Medikamente noch bis vor wenigen Jahren überwiegend an Männern erprobt wurden.
Geschlechterspezifische Gesundheitsversorgung verbessert Qualität und Sicherheit
Obwohl diese Erkenntnisse wissenschaftlich gut belegt sind, finden sie im Versorgungsalltag bislang noch immer nicht ausreichend Berücksichtigung. Hier setzt der vdek-Zukunftspreis 2026 an.
„Eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung muss Unterschiede zwischen Frauen und Männern konsequent berücksichtigen. Das verbessert Qualität und Sicherheit gleichermaßen“, sagt Claudia Straub, Leiterin der vdek-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. „Wir möchten Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern sichtbar machen, die neue Impulse setzen – ob in Prävention, Diagnostik, Therapie oder durch digitale Lösungen.“
Gesucht werden Konzepte, die geschlechtersensible Versorgung stärken, Zielgruppen gezielt ansprechen, gesundheitsbewusstes Verhalten fördern oder neue digitale Wege eröffnen. Willkommen sind sowohl erprobte Modelle als auch frische Ideen mit Pilotcharakter.
25.000 Euro Preisgeld
Die besten Einreichungen werden mit insgesamt 25.000 Euro ausgezeichnet. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury aus Expertinnen und Experten des Gesundheitswesens unter Leitung des vdek-Verbandsvorsitzenden Uwe Klemens.
Bewerben können sich bis einschließlich 16. April 2026 Einrichtungen des Gesundheitswesens, Institutionen, Vereine, Initiativen, ehrenamtlich Engagierte sowie Start-ups aus ganz Deutschland, die Patientinnen und Patienten versorgen, unterstützen oder die Gesundheitslandschaft aktiv weiterentwickeln.
Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und das Bewerbungsformular sind abrufbar unter:
www.vdek.com/zukunftspreis-2026
Hintergrund
Der vdek-Zukunftspreis wird seit 2010 auf Initiative der Sozialen Selbstverwaltung bei den Ersatzkassen vergeben. Die bei den Sozialwahlen gewählten ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber zeichnen damit jährlich Projekte aus, die die Gesundheitsversorgung nachhaltig verbessern. Ziel ist es, Engagement zu fördern und vorbildliche Ideen mit Strahlkraft über die Region hinaus bekannt zu machen.
Kontakt
Stephan Haring
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern
Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: stephan.haring@vdek.com