Kassen unterbreiteten nochmals ein verbessertes Angebot

Taxiverband MV lehnt erneut höheres Angebot der Krankenkassen ab

Die vertragsbeteiligten Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen in Mecklenburg-Vorpommern haben dem Landesverband des Taxi- und Mietwagengewerbes im Rahmen der Vergütungsverhandlungen mehrfach Angebote zur Vergütung von Krankenfahrten unterbreitet. Dieser zeigte sich jedoch kompromisslos.  Die Kassen unterbreiteten nochmals am heutigen Tag ein verbessertes Angebot, um einen Streik abzuwenden. Auch dieses Angebot hat der Landesverband des Taxi- und Mietwagengewerbes abgelehnt.

„Damit sind wir an die Grenze dessen gegangen, was gegenüber den Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern verantwortbar ist. Zugleich tragen wir der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen fair Rechnung. Ein überzogener Abschluss wird in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mittelfristig zu steigenden Beiträgen führen. Das liegt nicht im Interesse der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Tom Forbrich, Bereichsleiter für Verträge und Produkte bei der AOK Nordost stellvertretend für die beteiligten Kassen.

Die vertragsbeteiligten Landesverbände der Krankenkassen und Ersatzkassen stehen weiter im Gespräch mit den Einzelunternehmen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen im Land haben bereits einen neuen Vertrag mit den Krankenkassen unterzeichnet. Die Kassen fordern die Taxiunternehmerinnen und Taxiunternehmer auf, dem „Streikaufruf“ ihres Landesverbands nicht zu folgen und den betroffenen Patienten,  den Transport zu den dringend erforderlichen Behandlungen zu gewährleisten. Sie gehen davon aus, dass sich mindestens die Hälfte der Unternehmen nicht am Streik beteiligen wird.

Um die Situation für die Taxiunternehmen zu entschärfen, können diese für eine Übergangszeit mit den Krankenkassen und den Ersatzkassen zu den zuletzt gültigen Preisen abrechnen.

Die Kassen arbeiten intensiv daran, die Versorgung ab dem 1. April sicherzustellen. Viele geplante Fahrten konnten bereits umgesteuert werden, insbesondere für Patientinnen und Patienten, die auf Fahrten zur Dialyse oder Chemotherapie angewiesen sind.

Für Versicherte gilt: Wer Probleme mit einer genehmigten Krankenfahrt hat, sollte sich umgehend an seine Krankenkasse wenden. Diese unterstützt bei der Klärung und organisiert nach Möglichkeit eine Alternative.

Dies ist eine gemeinsame Presseinformation der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern:
vdek – Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern
AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
BKK-Landesverband NORDWEST
IKK – Die Innovationskasse
Knappschaft, Regionaldirektion Hamburg
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

Kontakt

Stephan Haring
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 0385 / 52 16 - 105
E-Mail: stephan.haring@vdek.com