Krankenkassen in MV fördern ambulante Hospizdienste mit knapp 3 Millionen Euro
Die gesetzlichen Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern stärken die ambulante Hospizarbeit im Land auch im Jahr 2026 Die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen stellen rund 2,94 Millionen Euro für die Förderung der ambulanten Hospizdienste zur Verfügung. Das sind rund 400.000 Euro beziehungsweise etwa 16 Prozent mehr als im Vorjahr. 2025 lag das Fördervolumen noch bei 2,54 Millionen Euro.
Die 23 geförderten, ambulanten Hospizdienste leisten dabei eine gesellschaftlich überaus wichtige Arbeit. Sie begleiten schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige zu Hause, in Pflegeeinrichtungen und an anderen vertrauten Orten. Tragende Säule dieser Arbeit sind dabei vor allem die 1.006 ehrenamtlich engagierten Menschen, die im vergangenen Jahr für die Dienste im Einsatz waren.
„Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die anderen in einer besonders schweren Lebensphase Zeit, Nähe und Halt schenken. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung“, sagt Claudia Straub, Leiterin der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek). „Die mehr als 1.000 Ehrenamtlichen ermöglichen gemeinsam mit den hauptamtlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren, dass schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Familien verlässlich und menschlich begleitet werden. Dafür danken die gesetzlichen Krankenkassen im Land allen Beteiligten.“
Hintergrund
Deutlicher Ausbau seit 2020
Die Entwicklung der vergangenen Jahre unterstreicht den hohen Stellenwert der ambulanten Hospizarbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Im Jahr 2020 förderten die gesetzlichen Krankenkassen noch 16 ambulante Hospizdienste mit insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. Damals engagierten sich etwa 740 Ehrenamtliche in den Diensten.
Seitdem ist die Zahl der geförderten Dienste um sieben auf 23 gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von rund 44 Prozent. Die Zahl der ehrenamtlich Engagierten erhöhte sich um rund 36 Prozent. Das Fördervolumen wuchs innerhalb von sechs Jahren um rund 1,34 Millionen Euro beziehungsweise 84 Prozent.
Die Zahlen zeigen, dass die ambulante Hospizarbeit im Land kontinuierlich gewachsen ist. Sie verdeutlichen zugleich, wie groß die Bereitschaft vieler Menschen ist, sich freiwillig für schwerstkranke und sterbende Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie deren Angehörige einzusetzen.
Ehrenamt und professionelle Koordination gehören zusammen
Die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter schenken Zeit, hören zu, führen Gespräche, entlasten Angehörige und helfen dabei, dass Menschen ihre letzte Lebensphase möglichst selbstbestimmt und in vertrauter Umgebung verbringen können. Auf diese verantwortungsvolle Aufgabe werden sie umfassend vorbereitet und während ihrer Einsätze fachlich begleitet.
Eine unverzichtbare Rolle übernehmen dabei die hauptamtlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren der Hospizdienste. Sie beraten Betroffene und Angehörige, koordinieren die Begleitungen, gewinnen und qualifizieren Ehrenamtliche und stehen ihnen auch in belastenden Situationen zur Seite.
Die Förderung der gesetzlichen Krankenkassen unterstützt insbesondere die hauptamtliche Koordination der Hospizdienste sowie die Gewinnung, Qualifizierung, Begleitung und den Einsatz der ehrenamtlich Tätigen.
Dies ist eine gemeinsame Presseinformation der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern:
vdek – Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern
AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
BKK-Landesverband NORDWEST
IKK – Die Innovationskasse
Knappschaft, Regionaldirektion Hamburg
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau