Start der bundesweiten Förderphase V - vdek-Landesvertretung Sachsen übernimmt alleinige Koordination

teamw()rk für Gesundheit und Arbeit

Wortschrift teamwork auf Kreide geschrieben

Zum 01.01.2026 startete bundesweit die neue Förderphase des Programms „teamw()rk für Gesundheit und Arbeit“. Mit dem Beginn der dreijährigen Laufzeit übernimmt der Verband der Ersatzkassen e. V. als Vertretung der gesetzlichen Krankenkassen im Freistaat Sachsen die alleinige Koordination der teilnehmenden Standorte.

Das Wichtigste in Kürze:

Flyer teamwork Förderphase V in Sachsen
Statement_Silke Heinke zur Förderphase V teamwork in Sachsen

Das Programm wird an folgenden Standorten der Jobcenter (JC) und Agenturen für Arbeit (AA) in Sachsen umgesetzt:

Gemeinsam in die neue Förderperiode - Ein Blick in die Praxis

In Vorbereitung der neuen Programmphase erfolgte eine enge Zusammenarbeit der bisherigen Programmkoordinationen – dem Verband der Ersatzkassen e. V. und der AOK PLUS zur Übergabe der bisher durch die AOK betreuten teamw()rk-Standorte in Sachsen. Einen Einblick in die Praxis der bisherigen Zusammenarbeit bot beispielsweise der Austauschtermin mit den Kolleginnen des Jobcenters Dresden, den Ansprechpartnerinnen der AOK PLUS, sowie Vertreterinnen der vdek-Landesvertretung Sachsen und des Gesundheitsamts Dresden. Im Mittelpunkt stand der Austausch zu bisherigen Herausforderungen und Erfolgen sowie gemeinsame Visionen für die zukünftige Zusammenarbeit. Ziel ist es, auch weiterhin gesundheitsförderliche Maßnahmen für die Kundinnen und Kunden des Jobcenters anzustoßen und zugleich die Vernetzung mit weiteren Akteuren im Sinne einer nachhaltigen Verstetigung kontinuierlich auszubauen.

Gruppe von Frauen zur Übergabe der Standorte im Programm teamwork in Sachsen

Die Wechselwirkung von Gesundheit und Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit und Krankheit bzw. Gesundheit stehen in einer engen wechselseitigen Beziehung. Arbeitslosigkeit wirkt als sozialer Risikofaktor und ist mit erhöhtem Stress, psychischen Belastungen sowie einem gesteigerten Risiko für chronische Erkrankungen verbunden. Der Verlust von Einkommen, sozialer Teilhabe und Tagesstruktur kann wiederrum einen erheblichen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit haben. Gleichzeitig erhöhen gesundheitliche Einschränkungen, das Risiko für Arbeitslosigkeit und erschweren die Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht diese Abhängigkeit noch einmal:

Schaubild Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Krankheit

Diese in beide Richtung verlaufende Wechselwirkung kann zu einem sich selbst verstärkenden Kreislauf führen, in dem sich gesundheitliche Beeinträchtigungen und Erwerbslosigkeit gegenseitig bedingen. Präventive und gesundheitsförderliche Maßnahmen nehmen hier eine zentrale Rolle ein, um negative gesundheitliche Folgen zu verhindern und die berufliche Wiedereingliederung zu fördern.

Pressemitteilung vom 05.01.2026 zum Download

Fünfte Förderphase im Programm „teamw()rk“ - vdek-Landesvertretung Sachsen übernimmt die sächsische Gesamtkoordination

Hintergrund zum Programm

Das Programm teamw()rk für Gesundheit und Arbeit hat seinen Ursprung in dem 2014 gestarteten Modellprojekt. Ziel der ursprünglichen Initiative war es, Arbeitsförderung und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt zu verzahnen und so die gesundheitliche Situation arbeitsloser Menschen zu verbessern. Zunächst an sechs Standorten erprobt, wurde das Projekt ab 2016 im Rahmen des GKV‑Bündnisses für Gesundheit bundesweit ausgeweitet und kontinuierlich unter dem Namen „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ weiterentwickelt. Die Zusammenarbeit mit den Standorten wuchs in den vergangenen Jahren bundesweit an, wobei zunehmend kommunale Partner und weitere Akteure eingebunden wurden. Mit Beginn des Jahres 2023 wurde aus dem bisherigen Projekt die Programminitiative „teamw()rk für Gesundheit und Arbeit“. Unter dieser Dachmarke wird die Verzahnung von Arbeits‑ und Gesundheitsförderung im Sinne der lebensweltbezogenen Prävention und Gesundheitsförderung seither fortgeführt.