vdek: Pflegebedürftigkeitsbegriff zügig umsetzen

„Die Große Koalition scheint willens zu sein, die angekündigte Pflegereform rasch anzuschieben. Erste Vorschläge, wie die ab 2015 geplanten Leistungsverbesserungen für Pflegebedürftige umgesetzt werden sollen, liegen auf dem Tisch“, sagte Silke Heinke, Leiterin der Landesvertretung Sachsen des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek) anlässlich der Pflegekonferenz der SPD-Landtagsfraktion in Dresden.

Nach Vorstellungen aus Koalitionskreisen sollen unter anderem rund 500 Millionen Euro für die deutliche Anhebung des Personalschlüssels zur Betreuung von Pflegeheimbewohnern ausgegeben werden. Für 20 Bewohner würde es eine zusätzliche Betreuungskraft geben, anstatt wie bislang für 24 demenzkranke Bewohner.

„Wichtig ist aber auch, den in Aussicht gestellten zweiten Bestandteil der Reform - den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff - in der laufenden Wahlperiode umzusetzen. Mit der davor liegenden Erprobungshase muss deshalb zügig begonnen werden“, betonte Heinke.

Durch die Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs sollen Demenzkranke besser an den Leistungen der Pflegeversicherung teilhaben. Nach Einschätzung von Experten dauert es 18 Monate ab In-Kraft-Treten eines entsprechenden Gesetzes, bis alle nötigen Schritte für die Umsetzung in den Versorgungsalltag realisiert sind. Die letzte Bundesregierung hatte sich vor der Umsetzung gedrückt.

Kontakt

Dirk Bunzel
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

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