Barrierefreiheit: Jede achte Arztpraxis in Sachsen ist rollstuhlgerecht

Sollen Menschen mit Behinderungen ohne fremde Hilfe einen Arzt aufsuchen können, müssen sich Arztpraxen stärker des Themas Barrierefreiheit annehmen. Zu dem Ergebnis kommt der Verband der Ersatzkassen e.V (vdek) nach einer Auswertung seines Internetportals „vdek-arztlotse“. Die Auswertung beruht auf Selbstauskünften von niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Psychologischen Psychotherapeuten in rund 6.700 Praxen in Sachsen.

Danach gaben 883 Praxen – etwa jede achte Praxis - im Freistaat an, rollstuhlgerecht zu sein. Das bedeutet unter anderem, dass die Praxisräumlichkeiten stufenlos beziehungsweise durch einen für Rollstühle geeigneten Aufzug erreichbar sind. 606 Praxen verfügen nach eigenen Angaben über barrierefreie WCs, 1.325 bieten Behindertenparkplätze und 652 haben Orientierungshilfen für Sehbehinderte. Der Arztlotse gibt insgesamt zwölf Kriterien zur Barrierefreiheit der jeweiligen Praxis an.

„Das Thema Barrierefreiheit gewinnt angesichts der alternden Bevölkerung weiter an Bedeutung,“ sagt Silke Heinke, Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen. „Menschen mit Behinderungen wollen an allen Lebensbereichen teilhaben und, soweit es geht, selbständig sein. Wer in eine barrierefrei Praxis investiert, dem werden es die Patienten danken.“ In Sachsen leben etwa 680.000 Menschen mit Behinderungen.

Der vdek-Arztlotse ist ein Angebot des Verbands der Ersatzkassen in Kooperation mit der Stiftung Gesundheit. Das Arztsuch- und Bewertungsportal liefert auch detaillierte Informationen zum Grad der Barrierefreiheit. Die Kriterien zur Barrierefreiheit wurden von der Stiftung Gesundheit zusammen mit dem Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit erarbeitet.

Kontakt

Dirk Bunzel
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

Tel.: 03 51 / 8 76 55 37
E-Mail: dirk.bunzel@vdek.com