Ersatzkassenverband weist Vorschlag zur höheren Eigenbeteiligung der Versicherten zurück

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat den Vorschlag nach einer höheren Eigenbeteiligung der Versicherten zurückgewiesen. „Noch mehr finanzielle Lasten einseitig den Versicherten aufzubürden, halte ich für äußerst unangebracht,“ sagte die Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen, Silke Heinke. Die Sächsische Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von Überlegungen des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Zuzahlungen für Behandlungen beim Haus- und Facharzt einzuführen.

Die letzte Gesundheitsreform habe die jahrzehntelange Finanzarchitektur der Krankenkassenbeiträge entscheidend verändert, so Heinke. „Die Zeit der hälftigen Finanzierung durch Arbeitgeber und Versicherte ist vorbei.“ Der Arbeitgeberbeitrag sei eingefroren worden. Was an Ausgabensteigerungen komme, müssten jetzt allein die Versicherten tragen. Sie merkten das bereits bei den Zusatzbeiträgen.

Durch laufende Gesetzesvorhaben, wie die Reformen zur ärztlichen Versorgung, zum Krankenhaus und zur Gesundheitsvorsorge, seien bereits neue Belastungen für die Versicherten absehbar. Die vdek-Landeschefin betonte: „Gedankenspiele über Eigenbeteiligungen beim Arztbesuch führen nur weiter weg vom Solidarprinzip der paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge.“

Kontakt

Dirk Bunzel
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

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