Sächsische Ärzte verschreiben Arzneimittel für 2,5 Milliarden Euro

Die Arzneimittelausgaben in Sachsen haben 2015 einen neuen Höchststand erreicht. Niedergelassene Ärzte verordneten den rund 3,7 Millionen gesetzlichen Krankenversicherten Medikamente im Wert von über 2,5 Milliarden Euro. Das sind etwa 80 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, was einer Steigerung um 3,4 Prozent entspricht. Darüber informierte die vdek-Landesvertretung Sachsen unter Bezugnahme auf aktuelle Daten des GKV-Spitzenverbandes.

In Sachsen wurden je Versicherten im Durchschnitt Arzneien im Wert von rund 675 Euro verschrieben, in Sachsen-Anhalt für 674 Euro und in Thüringen für 662 Euro. Im Bundesdurchschnitt lag der Wert bei 584 Euro.

Die umsatzstärksten Medikamente waren Mittel, die Abwehrreaktionen des Körpers unterdrücken - beispielsweise bei Organtransplantationen und Rheuma eingesetzt, Präparate zur Behandlung des Diabetes und Herz-Kreislauf-Mittel. Nach den Kosten für Krankenhausbehandlungen und Honoraren für niedergelassene Ärzte sind die Arzneimittel der drittgrößte Ausgabenposten für die gesetzlichen Krankenkassen.

Kontakt

Dirk Bunzel
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

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