vdek: Internetausbau in Sachsen muss aus einer Hand koordiniert werden

Zu den Pressemeldungen über nicht abgeforderte Fördermillionen für den Ausbau der Breitbandverbindungen in Sachsen sagt die Leiterin der Landesvertretung Sachsen des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek), Silke Heinke:

„Das langsame Tempo beim flächendeckenden Breitbandausbau in Sachsen ist angesichts der digitalen Möglichkeiten und Notwendigkeiten im Medizinbereich katastrophal. Damit laufen Modellprojekte zur Patientenversorgung sowie zur Vernetzung der Leistungserbringer ins Leere. Es kann nicht sein, dass der Freistaat einerseits solche Projekte einfordert und fördert und andererseits nicht für die Infrastruktur sorgt. Der Ausbau muss zügig erfolgen, ein Fingerzeig auf langwierige Vergabeverfahren in den Kommunen reicht hier nicht.“

Aus Sicht des vdek sollte der Breitbandausbau aus einer Hand vom Freistaat selbst koordiniert werden. Planungen und Ausbau müssten nicht an Kommunalgrenzen enden und das ganze Verfahren könnte insgesamt gestrafft und kostengünstiger durchgeführt werden.

Schon jetzt bereiten die elektronische Abrechnung von Notdienstvergütungen sowie das Angebot von Videosprechstunden aufgrund der schlechten Infrastruktur in einigen Regionen Sachsens Probleme. „Wenn sich nicht schnell etwas ändert, dann werden die Sachsen von der medizinischen Versorgung in der Zukunft abgehängt“, sagt Heinke.

Kontakt

Dirk Bunzel
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

Tel.: 03 51 / 8 76 55 37
E-Mail: dirk.bunzel@vdek.com