Ersatzkassen in Sachsen legen Jahresbericht zum Abrechnungsbetrug vor

Die Ersatzkassen in Sachsen haben ihren Abschlussbericht zur Abrechnungsmanipulation 2018 vorgelegt. Die Bilanz enthält eine Übersicht zu Fällen, denen die Kassen gemeinsam nachgegangen sind.

„Die Patienten in Sachsen können ihren Ärzten und Behandlern vertrauen“, sagt Silke Heinke, Leiterin der Landesvertretung Sachsen des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek). „Die übergroße Mehrzahl rechnet korrekt ab. Für die anderen gilt, Abrechnungsbetrug wird entdeckt und konsequent geahndet.“

2018 untersuchte der gemeinsame Ersatzkassen-Ausschuss insgesamt 62 Fälle. In 40 Fällen bestätigte sich der Manipulationsverdacht. Gegen die Betroffenen wurden Vertragsstrafen verhängt sowie teilweise Strafanzeige gestellt. Über 220.000 Euro flossen dabei 2018 an die Versichertengemeinschaft zurück. Damit konnte durch Intensivierung der Zusammenarbeit mit den anderen Krankenkassen sowie den Ermittlungsbehörden das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt werden.

Die festgestellten Verstöße reichten von Abrechnungen nicht erbrachter Leistungen („Luftrezepte“), Leistungserbringung in nicht zugelassenen Praxisräumen bis hin zu eingesetztem Personal, dem die notwendige Qualifikation fehlte.

Heinke sagte: „Schwarze Schafe finden sich überall. Wir sind auf gutem Weg, das Netz durch Intensivierung der Zusammenarbeit engmaschiger zu gestalten.“ Sie verweist hier auf die mit den meisten Krankenkassen in Sachsen geschlossene Kooperationsvereinbarung, die der vdek federführend initiiert hat.

Die Ersatzkassen in Sachsen ermitteln bereits seit 2003 gemeinsam zu Abrechnungsbetrug. Dahinter steht die Überlegung, durch den Abgleich von Abrechnungsdaten mehrerer Kassen eher Betrügereien auf die Spur zu kommen und sich bei der Ermittlung die Arbeit zu teilen.

Kontakt

Dirk Bunzel
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

Tel.: 03 51 / 8 76 55 37
E-Mail: dirk.bunzel@vdek.com