Frühförderung: Behandler arbeiten enger zusammen

Die Frühförderung mit ihren besonderen Hilfen unterstützt Kinder, die in den ersten Lebensjahren bei ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind. In Sachsen sollen die an der Frühförderung beteiligten Therapeuten künftig enger zusammenarbeiten. Das sieht ein Vertrag vor, den die gesetzlichen Krankenkassen mit Leistungserbringern und Kommunen geschlossen haben.

„Die Vereinbarung hilft, die Vorbereitung der Kinder auf die Einschulung zu verbessern“, sagt die Leiterin der Landesvertretung Sachsen des Ersatzkassenverbandes vdek. „Hier ist jeder Euro gut investiert und kommt direkt bei den Kindern an.“

Geplant ist, dass Therapeuten wie beispielsweise Heilpädagogen, Krankengymnasten und Logopäden sich gegenseitig über Behandlungsergebnisse informieren. Welche Sprechübungen hat beispielsweise der Logopäde gemacht und mit welchem Ergebnis? Auf diesem Wissen richtet dann der Heilpädagoge seine Übungen aus, mit denen er das Erlernte festigt.

„Bislang waren die Kenntnisse darüber, warum manche Kinder trotz veranlasster therapeutischer Unterstützung unterschiedlich vorankamen, eher lückenhaft“, so Heinke. Jetzt gebe es ein Gesamtbild, das ein deutlich besseres Nachjustieren erlaube, um die gesteckten Förderziele zu erreichen.

Darüber hinaus wurde mit der neuen Vereinbarung die Vergütung erhöht. So erhalten die Frühförderstellen mehr Geld für die Diagnosestellung. Auch gibt es eine extra Vergütung für niedrigschwellige Angebote wie etwa die Erstberatung besorgter Eltern durch die Frühförderstelle.

In Sachsen arbeiten rund 50 Frühförderstellen. Diese Einrichtungen betreuen jährlich etwa 3.500 Kinder.

 

Kontakt

Dirk Bunzel
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

Tel.: 03 51 / 8 76 55 37
E-Mail: dirk.bunzel@vdek.com