110 000 Euro, die wirken: Gesundheitsprojekt für Frauen mit Migrationserfahrung endet erfolgreich

43 Workshops, 12 Vorträge, mehrere Broschüren und Flyer für Frauen und Mädchen mit Migrationserfahrung – das sind die Ergebnisse eines gemeinsamen interdisziplinären Gesundheitsprojektes des Amtes für Gesundheit und Prävention und des Vereins MEDEA. Die Partner haben das Projekt in den vergangenen vier Jahren erfolgreich realisiert. Dafür erhielten sie eine Förderung in Höhe von 110.000 Euro aus Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit. „Unser Vorhaben, Frauen und Mädchen in einer selbstbestimmten und eigenverantwortlichen, gesunden Lebensweise zu unterstützen, ist gut gelungen. Das Projekt hat Frauen aus den verschiedensten Herkunftsländern und Altersklassen erreicht. Das Spektrum der Themen ging von Informationen zur seelischen Gesundheit bis zu Fragen der Stressbewältigung. Das wirkt ganz sicher auch über das Projektende hinaus“, bewertet die für Gesundheit zuständige Bürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann die Ergebnisse.

Rund 550 Frauen mit Migrationserfahrung und 270 Multiplikatoren haben an den vielfältigen Angeboten teilgenommen. In 24 Workshops zur „Einfachen Sprache“, 19 zur „Seelischen Gesundheit und Stressbewältigung“ einschließlich Früherkennungsmaßnahmen sowie 12 verschiedenartigen Vorträgen konnten sie sich informieren, austauschen und ihre Gesundheitskompetenz stärken. Ergänzend dazu wurden 17 Kooperationsvereinbarungen mit weiteren Trägern auf den Weg gebracht, um die Vernetzung und nachhaltige Wirkung des Projektes zu festigen. Die erarbeiteten Workshop-Formate wird MEDEA International in ihr Angebotsspektrum künftig dauerhaft übernehmen und auch anderen Organisationen anbieten. Die Broschüren werden teilweise überarbeitet und sind als interaktive PDFs weiter für Interessenten zugänglich. Mit diesen Gesundheitswegweisern realisierte die Stadt Dresden eine vom Stadtrat beschlossene Maßnahme des Aktionsplans Integration (www.dresden.de/integration). 

Jenny Müller, die das Projekt stellvertretend für das GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen während der Projektumsetzung begleitet hat, betont: „Gesundheitliche Chancengleichheit ist ein zentrales Anliegen des GKV-Bündnisses für Gesundheit. Mit dem Projekt zur Gesundheitsförderung von Frauen und Mädchen mit Migrations- und Fluchterfahrung konnte insbesondere die individuelle Gesundheitskompetenz gestärkt werden, indem die Teilnehmerinnen für präventive Maßnahmen und Früherkennungsangebote sensibilisiert wurden. Ergänzend dazu wurden Fachkräfte durch gezielte Schulungen und praxisnahe Handreichungen für eine migrantensensible Ansprache und Beratung sowie für die besonderen Bedarfe der Zielgruppe qualifiziert.“ 

Hintergrund

71.869 Dresdnerinnen und Dresdner haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. (Stand 30. Juni 2025). Der Anteil ausländischer Frauen an der Gesamtbevölkerung beläuft sich auf 6 Prozent (34.045 Personen). Zum Vergleich: Am 30. Juni 2020 gehörten 26.220 Männer und 20.574 Frauen zur ausländischen Bevölkerung Dresdens, der Frauenanteil belief sich da auf 3,7 Prozent.

Weitere Informationen

www.dresden.de/who
www.dresden.de/integration
www.medea-dresden.de

Über das GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen

Das GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Förderung der Gesundheit und Prävention in sächsischen Kommunen. Es unterstützt Projekte, die auf die Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet sind und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung kommunaler Gesundheitsförderung.

Kontakt

Anke Weber
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

Tel.: 03 51 / 8 76 55 37
E-Mail: anke.weber@vdek.com