Das Referat Öffentlicher Gesundheitsdienst des Erzgebirgskreises übernimmt gemeinsam mit den Städten und Gemeinden eine wichtige Rolle bei der Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebenswelten. Die Gesundheit der Menschen beeinflusst ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und stärkt die gesamte Region.
Gesundheit – unser höchstes Gut!
Gesundheit hat viele Facetten und wird von der Weltgesundheitsorganisation als „ein Zustand des vollständigen, geistigen und sozialen Wohlergehens“ beschrieben – nicht nur als Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen. „Gesundheit ist ebenso wie Bildung und Wirtschaft ein entscheidender Standortfaktor und Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Deshalb zeigte das Projekt, wie jeder Einzelne und die Gemeinschaft im Erzgebirgskreis von aktiver Gesundheitsförderung und Prävention profitieren kann“, erklärt Beigeordneter Frank Reißmann.
Das Projekt zum Strukturaufbau Gesundheitsförderung und Prävention im Erzgebirgskreis hat die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention stärker ins Bewusstsein bei Verantwortlichen im Kreis und in den Städten und Gemeinden und vor allem der Bevölkerung gerückt. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung nachhaltiger Strukturen und Formate für Gesundheitsförderung und Prävention. Ziel war es, durch gute Informationen das Wissen über Chancen zur eigenen Gesundheit zu erweitern und einen offenen Austausch zu fördern. Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft ist es essenziell, in allen Lebensphasen auf Gesundheit zu setzen – denn die Lebensqualität und Gesundheit hängen stark von den Bedingungen vor Ort ab.
Die Aktivitäten wurden in vielfältigen Veranstaltungen sichtbar – dazu zählen die jährlichen Gesundheitskonferenzen und Gesundheitstage in den Städten und Gemeinden. Themen wie Bewegung, Ernährung und das Miteinander wurden auf kreative Weise vermittelt und gefördert. Durch diese Formate sind Gesundheitsförderung und Prävention zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden, dort wo die Menschen wohnen, leben und arbeiten.
Das Projekt hat messbare Erfolge erzielt: In der Kreisverwaltung wurden Strukturen etabliert, feste Ansprechpartner geschaffen und regelmäßige Arbeitsgruppen sowie Netzwerke ins Leben gerufen. So profitieren nicht nur die Teilnehmenden, sondern die gesamte Bevölkerung und Fachkräfte von verbesserten Angeboten, mehr Wissen und gesundheitsfördernden Impulsen. Arbeitsgruppen, Gesundheitstage und -konferenzen werden auch nach Projektende weiterhin regelmäßig organisiert. Die geschaffenen Strukturen sind für alle Erzgebirger zugänglich. Besonders in den drei Modellkommunen Börnichen, Lauter – Bernsbach und Schwarzenberg wurden Initiativen zu Bewegung, gemeinsamen Aktivitäten in der Lebenswelt „gesund älter werden“ und partizipative Treffen zur Gestaltung der Angebotsstruktur gestartet. Auch über das Projektende hinaus werden diese weiter fortgeführt.
Mit finanzieller Unterstützung des GKV-Bündnisses für Gesundheit wurde so in den vergangenen knapp 6 Jahren eine nachhaltige Basis geschaffen, die über die Förderphase hinaus Bestand haben wird. „Gerade bei der Gesundheitskonferenz wurde deutlich, wie engagiert sich viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister vor Ort für das Thema Gesundheit einsetzen. Dass die aufgebauten Strukturen fortgeführt und die geschaffene Stelle verstetigt wurden, zeigt: Der Ansatz des GKV-Bündnisses für Gesundheit, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und Entwicklungen anzustoßen, geht auf. Gemeinsam wurde hier etwas Wertvolles auf den Weg gebracht, das den Menschen in der Region langfristig zugutekommt.“ resümiert Jenny Müller vom GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen.
Bereits jetzt sind weitere Aktivitäten in Planung – der nächste Gesundheitstag findet am 06.09.2026 in Lauter-Bernsbach statt, ebenso ist die nächste Gesundheitskonferenz in Annaberg-Buchholz in Vorbereitung. „Das Engagement für Gesundheit im Erzgebirgskreis bleibt lebendig und wächst stetig weiter. Diese gemeinsame Anstrengung aller Akteure stärkt das Bewusstsein für Gesundheit und zeigt: Zusammen können wir viel bewegen, wenn die erforderlichen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Finanzierung derartiger richtungsweisender Initiativen von Bund und Land gegeben sind“, fasst Amtsarzt Sandro Müller abschließend zusammen.
An dieser Stelle sei allen Beteiligten, Unterstützern und der GKV für das Vertrauen und die Förderung gedankt.
Über das GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen:
Das GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Förderung der Gesundheit und Prävention in sächsischen Kommunen. Es unterstützt Projekte, die auf die Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet sind und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung kommunaler Gesundheitsförderung.
Kontakt
Anke Weber
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen
Tel.: 03 51 / 8 76 55 37
E-Mail: anke.weber@vdek.com