Jubiläumsveranstaltung

10 Jahre Landesrahmenvereinbarung: Sachsen setzt auf starke Partnerschaften für Prävention und Gesundheitsförderung

P. SACHSEN zieht Bilanz nach zehn Jahre gemeinsamer Präventionsarbeit und richtet den Blick auf künftige Herausforderungen

Seit zehn Jahre arbeiten Sozialversicherung, Landespolitik und kommunale Ebene in Sachsen daran, Prävention und Gesundheitsförderung voranzubringen. Anlässlich des Jubiläums der Landesrahmenvereinbarung kamen am 7. September 2026 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sozialversicherung, Kommunen, Wissenschaft und Gesundheitswesen in Dresden zusammen. Unter dem Motto „Gemeinsam für eine gesunde Zukunft“ diskutierten sie über Erfolge der vergangenen Jahre und den Anforderungen an gesundheitspolitischen Herausforderungen in der Zukunft. 

Mit der Unterzeichnung der Landesrahmenvereinbarung (LRV) am 1. Juni 2016 wurde die Grundlage zur Umsetzung des bundesweiten Präventionsgesetzes im Freistaat Sachsen geschaffen. Seither arbeiten die gesetzlichen Krankenkassen, Renten- und Unfallversicherungen gemeinsam mit den sächsischen Landesministerien, kommunalen Spitzenverbänden und der Bundesagentur für Arbeit sowie weiteren Unterstützern unter der Dachmarke P. SACHSEN zusammen. Ihr gemeinsames Ziel: Die Gesundheit der Menschen nachhaltig dort zu stärken, wo sie leben, lernen, arbeiten und älter werden.  

Für das Jubiläum zogen die beteiligten Akteure eine positive Bilanz. In den vergangenen zehn Jahren wurden gesundheitsförderliche Strukturen und stabile Netzwerke aufgebaut, wegweisende Projekte auf den Weg gebracht und die Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg verstetigt.  

„Vor zehn Jahren haben wir mit der Unterzeichnung der Landesrahmenvereinbarung einen gemeinsamen Weg begonnen “, erklärte Silke Heinke, Vorsitzende des Steuerungsgremiums P. SACHSEN und Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen. „Heute verfügen wir über eine gemeinsame landesweite Präventionsstrategie. Entscheidend ist, diese Zusammenarbeit lebendig zu halten und sie so weiterzuentwickeln, dass wir auch auf neue gesundheitliche Herausforderungen reagieren können.“ 

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass nachhaltige Gesundheitsförderung vor allem dort erfolgreich ist, wo Akteure sektorenübergreifend zusammenarbeiten und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtages und Präsident der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung, betont: „Prävention ist eine Aufgabe, die weit über einzelne Ressorts hinausreicht – sie betrifft Kitas, Schulen, Betriebe und Pflegeeinrichtungen gleichermaßen. Der Sächsische Landtag als Ort demokratischer Debatte steht dafür, dass solche Zukunftsthemen fraktionsübergreifend vorangebracht werden."

Kooperation als Schlüssel zum Erfolg

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Landesrahmenvereinbarung ist ihr koordinierter und partnerschaftlicher Ansatz. Die Mitglieder von P. SACHSEN und die Unterstützer der Landesrahmenvereinbarung bündeln ihre fachlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Ressourcen in den Arbeitsgruppen und entwickeln Maßnahmen gemeinsam entlang konkreter Bedarfe. Gesundheit entwickelt sich über die gesamte Lebensspanne, daher unterstützt P. SACHSEN die Menschen dabei, gesund aufzuwachsen, gesund zu leben und zu arbeiten und möglichst lange gesund und selbstbestimmt im Alter zu bleiben.  

Demografischer Wandel, Veränderungen der Arbeitswelt und neue gesundheitliche Belastungen stellen Prävention und Gesundheitsförderung vor neue Anforderungen. Dabei bleibt der Ansatz „Health in All Policies“ zentral: Gesundheit soll nicht allein als Aufgabe des Gesundheitswesens verstanden, sondern auch in anderen Politik- und Gesellschaftsbereichen berücksichtigt werden. Vor dem Hintergrund neuer gesellschaftlicher Herausforderungen wird die sächsische Präventionsstrategie kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt.

Dagmar Neukirch, Staatssekretärin im Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, unterstreicht: „Gesundheit entsteht nicht allein im Gesundheitswesen. Deshalb muss Prävention in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens mitgedacht werden. P. SACHSEN steht seit zehn Jahren für diesen gemeinsamen Ansatz. Darauf bauen wir auf, um Prävention in unserem Land weiterhin voranzubringen und zu gestalten.“ 

Für die Zukunft bleibt das Ziel klar: Prävention dauerhaft als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe in Sachsen zu verankern und zu stärken.  

Die Mitglieder von P. SACHSEN laden deshalb weitere Institutionen und Organisationen im Freistaat ein, die gemeinsamen Ziele aktiv zu unterstützen und mit eigenen Projekten zur Gesundheitsförderung beizutragen.

Hintergrundinformation 

P. SACHSEN ist die gemeinsame Dachmarke für die Landesrahmenvereinbarung im Freistaat Sachsen, um das Präventionsgesetz umzusetzen. Akteure sind die gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen, sächsische Staatsministerien, die kommunalen Spitzenverbände, die Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Sachsen, der Landessportbund und die Sächsische Landesärztekammer (in Vertretung für die Heilberufekammern in Sachsen).

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) – Landesvertretung Sachsen hat den Vorsitz des Steuerungsgremiums P. SACHSEN inne.

Jährlich richten die P. SACHSEN Partner eine Fachkonferenz zu Prävention und Gesundheitsförderung aus: im September 2027 zum Thema „Gesundheit im Laufe der Erwerbsbiografie“.

Weiterführende Infos unter www.p-sachsen.de

Kontakt

Anke Weber
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen

Tel.: 03 51 / 8 76 55 37
E-Mail: anke.weber@vdek.com