Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) ist im Juli nach einem heftigen politischen Ringen bis zuletzt im Parlament verabschiedet worden. Das kann die nun ins Kanzleramt wechselnde Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als Erfolg verbuchen: Es ist immerhin das größte Sparpaket seit rund zwei Jahrzehnten und soll zumindest für 2027 und 2028 für stabile Beiträge sorgen. Ihrem überraschend ernannten Nachfolger Carsten Linnemann (CDU) übergibt sie auf jeden Fall ein prall gefülltes Aufgabenheft. An erster Stelle steht hier die Reform der sozialen Pflegeversicherung (SPV), die es vor der parlamentarischen Sommerpause leider nicht mehr ins Kabinett geschafft hat. Dabei drängt es angesichts der Milliardendefizite der SPV. Dann stehen dringende Strukturreformen auf der Agenda, allen voran die Reform der Primärversorgung oder die Reform der Arzneimittelversorgung. Auch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat bei all diesen Reformen ein großes Stück mitzureden, etwa was die Sicherung der Funktions- und Finanzierungsfähigkeit der GKV und der SPV als Aufsicht und Finanzverwaltung anbelangt. Im Interview mit ersatzkasse magazin. erläutert BAS-Präsident Markus Algermissen, der die Leitung des BAS im Dezember 2025 übernommen hat, welche Rolle er seinem Amt beimisst. Das BAS feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Wir sagen herzlichen Glückwunsch!