Zum heutigen Tag der Selbsthilfe macht die vdek-Landesvertretung Sachsen auf die Bedeutung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe für Betroffene, Angehörige und die Gesundheitsversorgung aufmerksam. Im Jahr 2026 zählen die Ausgaben der Krankenkassen und ihrer Verbände zur Förderung der Selbsthilfe 1,44 Euro je Versicherten. Damit stehen insgesamt bundesweit rund 107 Mio. Euro zur Verfügung (§ 20h SGB V) – für Sachsen können damit rund 4 Mio. Euro in die Förderung fließen.
Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen und ihre Angehörigen finden in Selbsthilfegruppen Austausch, Rat und Orientierung. Sie geben Erfahrungen weiter, unterstützen sich bei der Bewältigung des Alltags und schaffen Gemeinschaft. Getragen wird diese Arbeit zu einem großen Teil von Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, Verantwortung übernehmen und andere zum Mitmachen ermutigen.
Silke Heinke, Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen:
„Selbsthilfe ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer patientenorientierten Gesundheitsversorgung. Sie gibt Orientierung und stärkt Betroffene und ihre Angehörigen darin, mit Erkrankungen und schwierigen Lebenssituationen selbstbestimmt umzugehen. Dahinter stehen viele Menschen, die sich mit großem persönlichem Einsatz und oft über viele Jahre für andere engagieren. Dieses Engagement verdient Sichtbarkeit und Anerkennung.“
Gezielter Einsatz von Fördermitteln in Sachsen
Auf Grundlage des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TVSG) werden von den Gesamtmitteln 70 Prozent als Pauschalförderung zur Basisfinanzierung der gesundheitlichen Selbsthilfe (z.B. für Miete, Büroausstattung) zur Verfügung gestellt. Die übrigen 30 Prozent der Fördermittel fließen in die Projektförderung. Das sind Mittel, die insbesondere für zeitlich begrenzte Aktivitäten vorgesehen sind. Diese werden von den jeweiligen Krankenkassen inhaltlich und strukturell gestaltet, um die Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern und deren gesundheitlichen Ressourcen zu stärken.
Wie vielfältig die Selbsthilfe in Sachsen aufgestellt ist, zeigt sich auch in der Förderung: Im Durchschnitt werden jährlich rund 1.000 Selbsthilfegruppen, etwa 50 Selbsthilfeorganisationen, 13 Selbsthilfekontaktstellen sowie die Landeskontaktstelle Selbsthilfe Sachsen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt.
Ersatzkassen machen besonderes Engagement sichtbar
Über die finanzielle Förderung hinaus würdigen die Ersatzkassen in Sachsen mit dem Sächsischen Selbsthilfepreis Menschen, Gruppen und Projekte, die mit besonderen Ideen, großer Beharrlichkeit und persönlichem Engagement die Selbsthilfe in Sachsen stärken.
In diesem Jahr wird der Preis bereits zum zwölften Mal vergeben. Eine fachkundige Jury – bestehend aus Vertreterinnen und Vertreter des Gesundheitswesens, der Politik und der Selbsthilfe, hat die eingegangenen Bewerbungen inzwischen beraten und die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. „Die Auswahl war auch in diesem Jahr eine verantwortungsvolle Aufgabe. Mein besonderer Dank gilt den Mitgliedern unserer Jury, die sich intensiv mit den Bewerbungen auseinandergesetzt und ihre unterschiedlichen fachlichen und gesellschaftlichen Perspektiven eingebracht haben. Jetzt freuen wir uns darauf, die Menschen hinter diesem besonderen Engagement auszuzeichnen“, so Heinke.
Noch bleiben die Namen der Preisträger ein Geheimnis. Gelüftet wird es am 30. Oktober 2026 bei der feierlichen Verleihung des 12. Sächsischen Selbsthilfepreises der Ersatzkassen im Neuen Stadtforum Dresden. Die Schirmherrschaft hat der Präsident des Sächsischen Landtages, Alexander Dierks, übernommen.
Mehr Informationen zum 12. Sächsischen Selbsthilfepreis 2026 finden Sie auf https://www.vdek.com/LVen/SAC/fokus/selbsthilfepreis.html
Kontakt
Anke Weber
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen
Tel.: 03 51 / 8 76 55 37
E-Mail: anke.weber@vdek.com