Das Sterben gehört zum Leben

Die 16 von den Verbänden der Krankenkassen als förderungswürdig eingestuften ambulanten Hospizdienste in Sachsen-Anhalt erhalten auch in diesem Jahr wieder finanzielle Unterstützung durch die Ersatzkassen.

Mit einem Betrag von über 350.000 Euro haben die ambulanten Dienste somit deutlich mehr Fördergelder erhalten als im Jahr 2015.

"Damit sind die Ersatzkassen erneut einer der Hauptfinanzierer, denn ihr Anteil beträgt 2016 deutlich mehr als 32 Prozent des Gesamtbetrages aller Krankenkassen in Sachsen-Anhalt", so Dr. Volker Schmeichel, Pressesprecher der vdek-Landesvertretung.

Die Anzahl geförderter Einrichtungen hat sich seit Förderbeginn mehr als verfünffacht, die Höhe der Fördermittel ist mittlerweile auf mehr als das zwanzigfache(!) des Ausgangswertes gestiegen.

Hospize sollen eine menschwürdige Alternative zu Krankenhäusern sein. Sie bieten die Möglichkeit, das Sterben wieder in das Leben zu integrieren. „Den Kranken und ihren Angehörigen kann so ein Stück Normalität vermittelt werden, was im Krankenhaus oft nicht mehr gegeben ist.“, betont Schmeichel weiter. Umfragen zufolge haben circa 90 Prozent aller Menschen den Wunsch, zu Hause zu sterben. Tatsächlich liegt die Zahl derer, die dazu auch die Möglichkeit haben, bei etwa 30 Prozent. Die übrigen 70 Prozent der Menschen sterben im Krankenhaus und im Pflegeheim.

Die Förderung der Krankenkassen ist ein wichtiger Beitrag, eine möglichst flächendeckende ambulante Hospizversorgung auszubauen. Damit kann das Gefühl der häuslichen Geborgenheit erhalten werden und die Menschen müssen in ihren letzten Lebenstagen nicht auf ihr gewohntes soziales Umfeld verzichten.

Entsprechend der Rahmenvereinbarung über die ambulante Hospizversorgung nach § 39 a Abs. 2 SGB V werden seit 2002 ambulante Hospizdienste von den gesetzlichen Krankenkassen mit einem finanziellen Zuschuss gefördert. Hospize beschreiben Konzepte der Sterbe- und Trauerbegleitung, die Kranke und deren Angehörigen im Sinne der Palliativpflege umfassend versorgen und betreuen.

Geförderte Einrichtungen Hospize

·      Hospizverein „Regenbogen“ e. V. – Ambulanter Hospizdienst, Halberstadt
·      Hospizverein „Regenbogen“ e. V. – Ambulanter Kinderhospizdienst, Halberstadt
·      Hospiz Wolfen e. V., Bitterfeld-Wolfen
·      Björn Schulz Stiftung – Kinder- und Jugendhospiz Halle
·      Kanzler von Pfau’sche Stiftung Köthen
·      Kanzler von Pfau’sche Stiftung Bernburg
·      Ev. Krankenhaus Paul-Gerhardt Stift, Lutherstadt Wittenberg
·      AHD „Hoffnung“ an der Lungenklinik Ballenstedt
·      Kinderhospizdienst Hospiz am St. Elisabeth Krankenhaus Halle
·      Hospizdienst Hospiz am St. Elisabeth Krankenhaus Halle
·      Anhaltische Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH, Dessau-Roßlau
·      Pfeiffersche Stiftungen, Magdeburg
·      Malteser Hilfsdienst e. V. – Ambulanter Hospizdienst, Magdeburg
·      Endlich Leben e. V. Lutherstadt Wittenberg
·      Adelberdt-Diakonissen-Mutterhaus – Ambulanter Hospizdienst Gardelegen
·      Adelberdt-Diakonissen-Mutterhaus – Ambulanter Hospizdienst Stendal

 

Kontakt

Dr. Volker Schmeichel
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Tel.: 03 91 / 5 65 16 - 0
Fax: 03 91 / 5 65 16 - 30
E-Mail: volker.schmeichel@vdek.com