ZAGG: Zusammen Arbeiten - Gemeinsam Gesund

Ein Angebot zur Prävention und Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderung in sechs NGD-Werkstätten im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Mit der Auftaktveranstaltung am 25.08.2021 in Rendsburg fiel der offizielle Startschuss für das Präventionsprojekt „Zusammen Arbeiten – Gemeinsam Gesund“ (ZAGG). Ins Leben gerufen wurde das Projekt von sechs Werkstätten für Menschen mit Behinderung der Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie (NGD Gruppe) gemeinsam mit der Landesvertretung Schleswig-Holstein des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) und der Dr. Wolfsteller-Feddersen Stiftung. Unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Sonderpädagogik der Europa-Universität Flensburg soll ein leicht zugängliches Gesundheitsangebot in sechs NGD-Werkstätten für Menschen mit Behinderung entwickelt und dauerhaft in den Werkstätten etabliert werden.

Erhöhtes Risiko für Begleit- und Folgeerkrankungen

Menschen mit Behinderung haben oft ein erhöhtes Risiko für Begleit- und Folgeerkrankungen. Eine eingeschränkte Beweglichkeit, aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten können die Ursache sein. So beeinflussen zum Beispiel einige Medikamente das Sättigungsgefühl, führen damit unter Umständen zu Übergewicht und erhöhen das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken. Auch gibt es Gendefekte, die bestimmte Behinderungen mit sich ziehen und Adipositas begünstigen können.

Angepasste Gesundheitsvorsorge

Gleichzeitig haben Menschen mit Beeinträchtigung oftmals einen erschwerten Zugang zu medizinischenVorsorgeangeboten. Dieser Personenkreis braucht ein den besonderen Bedürfnissen angepasstes, leicht zugängliches Gesundheitsvorsorgeangebot.

Dies hat sich das Projekt ZAGG zur Aufgabe gemacht. „Unser Ziel ist es, partizipativ die individuellen Gesundheitsressourcen von Menschen mit Behinderung zu stärken, sie zur Umsetzung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen zu befähigen ihre Selbstwirksamkeit zu fördern und sie als Multiplikatoren zu schulen“, so Björn Ott, Leiter der Werkstätten Materialhof, der das Projekt federführend initiiert hat. Im Fokus des Projektes stehen dabei die Themen Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Suchtmittelkonsum. „Es geht darum, gemeinsam das Wissen über die Gesundheit zu erweitern, mögliche Gesundheitsrisiken zu erkennen, praktische Lösungen zu erarbeiten, Gelerntes anzuwenden und schließlich weiterzugeben“, fasst Projektkoordinatorin Simone Franzin zusammen.

Der vdek, der unter der Dachmarke „Gesunde Lebenswelten“ bundesweit zahlreiche Präventionsprojekte finanziell unterstützt, fördert ZAGG über einen Zeitraum von drei Jahren. „Uns ist wichtig, dass Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention bei den Menschen ankommen, die bisher schwer erreicht wurden – dazu gehören auch Menschen mit Behinderung“, sagt Claudia Straub, Leiterin der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein. „Mit den vier Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung,
Stressmanagement und Suchtmittelkonsum fördert das Projekt die Gesundheit der Menschen mit Behinderung nicht nur ganzheitlich, sondern kommt mit insgesamt sechs teilnehmenden Werkstätten im Kreis Rendsburg-Eckernförde auch bei entsprechend vielen Menschen an – das freut uns sehr.“

Pressemitteilung vom 26.08.2021 zum Download ZAGG: Zusammen Arbeiten - Gemeinsam Gesund

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