Prävention

Die Krankenkassen haben durch die Gesetzgebung seit 2000 wieder einen erweiterten Handlungsrahmen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung erhalten. Dadurch ist es den Krankenkassen möglich, den Gesundheitszustand der Versicherten unter deren aktiver Beteiligung zu verbessern und gesundheitlichen Beeinträchtigungen frühzeitig und wirksam entgegenzuwirken, anstatt sie kostenintensiv zu kurieren. Durch das „Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention“, das am 25. Juli 2015 ist in weiten Teilen in Kraft getreten ist, haben Prävention und Gesundheitsförderung einen größeren Stellenwert bekommen. Nähere Informationen hat die Verbandszentrale in einer Übersicht zusammengestellt.

Zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie gemäß § 20f SGB V dient die im Jahr 2016 geschlossene Landesrahmenvereinbarung als Grundlage für die Stärkung der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) sowie der Prävention und Gesundheitsförderung in den nichtbetrieblichen Lebenswelten und in stationären Pflegeeinrichtungen. 2017 wurden die hierfür benötigten Strukturen geschaffen. Die Steuerungsgruppe der Landesrahmenvereinbarung empfiehlt förderfähige Präventionsprojekte im Settingbereich. Die Landesvereinigung zur Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein unterstützt die Steuerungsgruppe.

Im Fokus der Präventionsarbeit stehen sozial benachteiligte Gruppen sowie die Verbesserung der Kooperation und Koordination der Leistungen. Zur Finanzierung der Maßnahmen stehen 2018 pro Versicherten 7,34 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen 31 Cent pro Versicherten in der stationären Pflege. Die Mindestausgaben für die BGF betragen 2,10 Euro. In den nichtbetrieblichen Lebenswelten liegen sie ebenfalls bei 2,10 Euro; dieser Wert reduziert sich allerdings um 47 Cent, die nach dem Gesetz an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu zahlen sind. Für die Individualprävention stellen die gesetzlichen Krankenkassen mindestens 3,14 Euro pro Versicherten zur Verfügung.

Darüber hinaus fördern die Ersatzkassen Maßnahmen in Lebenswelten vorrangig für sozial benachteiligte Zielgruppen nach § 20a SGB V auch gemeinsam mit den anderen Krankenkassen in Schleswig-Holstein über die Gemeinsame Stelle der GKV. Diese hat ihren Sitz im Hause der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein e.V., Flämische Straße 6 – 10, 24103 Kiel.

Leitfaden Prävention

Leitfaden Prävention

Der Leitfaden Prävention hilft bei der Orientierung, in welchen Handlungsfeldern welche Kriterien für erstattungsfähige Leistungsangebote der Krankenkassen erfüllt sein müssen.