Zahnärztliche Versorgung

Zahnärzte – Vergütungsvereinbarungen und  Honorarverteilungsmaßstab

Die Ersatzkassen und ihr Verband (vdek) gewährleisten zusammen mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KZV-SH) die Versorgung ihrer Versicherten. Nach der aktuellen Bedarfsplanung nahmen im Dezember 2015 in Schleswig-Holstein 1902 Zahnärzte und 143 Kieferorthopäden an der vertragszahnärztlichen Versorgung teil.

Im Jahr 2016 haben die Ersatzkassen für die vertragszahnärztliche Versorgung Ihrer Versicherten über 159 Millionen Euro Honorar zur Verfügung gestellt (ohne Zahnersatz).

Diagramm Zahnärzte

Quelle: Eigene Daten

Diagramm Kieferorthopäden

Quelle: Eigene Daten

Grundsätze

Die Zahnärzte sind in ihrer Arbeit dem im Sozialgesetzbuch beschriebenen Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet. Die Zahnärzte müssen ihre Leistung nach den anerkannten Standards der medizinischen Erkenntnisse erbringen, gleichzeitig muss dies aber nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. Die zahnärztliche Leistung muss also ausreichend und zweckmäßig sein. Die Einhaltung wird im Rahmen sogenannter Wirtschaftlichkeitsprüfungen kontrolliert. Das entsprechende Verfahren wird in Prüfvereinbarungen zwischen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und allen Krankenkassen bzw. deren Verbänden auf Landesebene festgelegt.

Vergütung der zahnärztlichen Leistungen

Die Landesvertretung des vdek schließt für ihre Mitgliedskassen mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und der Zahntechniker-Innung alljährlich Vergütungsvereinbarungen ab. In diesen Vereinbarungen wird die Vergütungshöhe für die zahnärztlichen Leistungen an Ersatzkassen-Versicherten geregelt. Sie umfassen beispielsweise die Versorgung mit Füllungen und Schienen, aber auch parodontische sowie kieferorthopädische Leistungen.

Die Verteilung der Honorare an die einzelnen Zahnärzte erfolgt über den Honorarverteilungsmaßstab. Über diesen entscheidet die Abgeordnetenversammlung der KZV-SH. Seit 2013 wird der vdek darüber nur noch ins Benehmen gesetzt. Das heißt, die Ersatzkassen werden über das Ergebnis informiert, ohne dass sie die Entscheidung beeinflussen oder sie ablehnen können.

Des Weiteren ist die Hochschulambulanz des UKSH in Kiel über entsprechende Verträge mit der vdek-Landesvertretung in die zahnärztliche Versorgung in Schleswig-Holstein eingebunden.

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