Zahnärztliche Versorgung

Zahnärzte – Vergütungsvereinbarungen und  Honorarverteilungsmaßstab

Die Ersatzkassen und ihr Verband (vdek) gewährleisten zusammen mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KZV-SH) die Versorgung ihrer Versicherten mit vertragszahnärztlichen Leistungen. Die Zahl der zugelassenen Zahnärzte und Kieferorthopäden ist in den vergangenen Jahren annähernd konstant geblieben. Nach der aktuellen Bedarfsplanung nahmen im Dezember 2017 in Schleswig-Holstein 1891 Zahnärzte und 141 Kieferorthopäden an der vertragszahnärztlichen Versorgung teil.

Neben den Niedergelassenen Zahnärzten und Kieferorthopäden ist auch die zahnärztliche Hochschulambulanz des UKSH in Kiel über entsprechende Verträge mit der vdek-Landesvertretung in die zahnärztliche Versorgung in Schleswig-Holstein eingebunden.

Versorgung

Quelle: Bedarfsplanung

Grundsätze

Die Zahnärzte sind in ihrer Arbeit dem im Sozialgesetzbuch beschriebenen Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet. Die Zahnärzte müssen ihre Leistung nach den anerkannten Standards der medizinischen Erkenntnisse erbringen, gleichzeitig muss dies aber nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. Die zahnärztliche Leistung muss also ausreichend und zweckmäßig sein. Die Einhaltung wird im Rahmen sogenannter Wirtschaftlichkeitsprüfungen kontrolliert. Das entsprechende Verfahren wird in Prüfvereinbarungen zwischen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und allen Krankenkassen bzw. deren Verbänden auf Landesebene festgelegt.

Vergütung der zahnärztlichen Leistungen

Die Landesvertretung des vdek schließt für ihre Mitgliedskassen mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung alljährlich Vergütungsvereinbarungen ab. In diesen Vereinbarungen wird die Vergütungshöhe für die zahnärztlichen Leistungen an Ersatzkassen-Versicherten geregelt. Sie umfassen beispielsweise die Versorgung mit Füllungen und Schienen, aber auch parodontische sowie kieferorthopädische Leistungen.

Die Honorarbemessung erfolgt in Schleswig-Holstein über versichertenbezogene Kopfpauschalen, die für jede Ersatzkasse individuell vereinbart sind. Neben der jährlichen Anpassung der Kopfpauschalen, die im Rahnen der Vertragsgestaltung mit der KZV-SH stattfindet, hat somit auch die Versichertenentwicklung der Ersatzkassen einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesamtvergütung in diesem Bereich. Im Jahr 2017 haben die Ersatzkassen Honorare in Höhe von über 178 Millionen Euro an die KZV-SH gezahlt. Die Verteilung der Honorare an die einzelnen Zahnärzte erfolgt durch die KZV-SH über den sogenannten Honorarverteilungsmaßstab.

Ausgaben

Quelle: eigene Daten