Selbsthilfe
Die gesundheitliche Selbsthilfe ist für viele Betroffene ein unverzichtbarer Bestandteil im Umgang mit ihrer Krankheit und ergänzt die "klassischen" medizinischen Angebote.
Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung
Menschen mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen oder psychischen Leiden sowie deren Angehörige haben sich vielfach zu Selbsthilfeorganisationen und -gruppen zusammengeschlossen. Diese bieten ihnen Gelegenheit zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung. Ziel dabei ist die Überwindung von Isolation und gesellschaftlicher Ausgrenzung, unter der die Betroffenen häufig leiden, sowie die Verbesserung der individuellen Lebenssituation.
Die Ersatzkassen in Schleswig-Holstein unterstützen jedes Jahr mehr als 300 Selbsthilfegruppen, etwa 20 Landesorganisationen und 14 Kontaktstellen in den Kreisen und kreisfreien Städten mit einem Millionenbetrag. Außerdem fließen finanzielle Mittel an Landes- und Bundesverbände der Selbsthilfe. Selbsthilfegruppen sind nicht nur für gesetzlich Versicherte, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger da.
Die gesetzlichen Krankenkassen sind Partner der Selbsthilfe
Die gesetzlichen Krankenkassen stellen nach § 20h SGB V Fördermittel für die Selbsthilfe zur Verfügung. Der dafür vorgesehene Betrag wurde für 2026 von 1,36 auf 1,44 Euro je Versicherten angehoben. Damit stellt die GKV in Schleswig-Holstein in diesem Jahr rund 3,7 Millionen Euro für die gesundheitsbezogene Selbsthilfe zur Verfügung. Davon gehen 20 Prozent an die Bundesebene zur Förderung der Bundesorganisationen, die dieses Geld wiederum u. a. zur Unterstützung ihrer Länderuntergliederungen verwenden.
Von den knapp drei Millionen Euro, die direkt im Land verbleiben, fließen 30 Prozent in die kassenartenindividuelle Projektförderung. Die anderen 70 Prozent sind für die kassenartenübergreifende Pauschalförderung reserviert.
Grundlegende Informationen zu den verschiedenen Ebenen der Selbsthilfeförderung sowie die Antragsformulare finden Sie unter den Auswahlmöglichkeiten Kontaktstellen, Landesorganisationen und Selbsthilfegruppen.
Allgemeine Informationen zur Selbsthilfeförderung finden Sie auf der Seite der Verbandszentrale im Leitfaden des GKV-Spitzenverbandes und der maßgeblichen Bundesorganisationen der Selbsthilfe.
Förderanträge
Für die Förderung von Selbsthilfegruppen wurde Schleswig-Holstein in vier Regionen nach Landkreisen und kreisfreien Städten aufgeteilt. Für jede Region ist ein federführender Krankenkassenverband zuständig. Förderanträge sind bis spätestens 31. Januar eines Jahres bei dem für Ihre Region zuständigen Krankenkassenverband einzureichen.
Der vdek ist für die Stadt Flensburg sowie für die Kreise Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Rendsburg-Eckernförde und Segeberg zuständig.
Weitere Informationen zu den Zuständigkeiten sowie die Antragsformulare finden Sie auf der Homepage der GKV-Selbsthilfeförderung Schleswig-Holstein: www.gkv-selbsthilfefoerderung-sh.de/ansprechpersonen.
Hier finden Sie auch grundlegende Informationen zu den verschiedenen Ebenen der Selbsthilfeförderung unter den Auswahlmöglichkeiten "Kontaktstellen", "Landesorganisationen" und "Selbsthilfegruppen".
Ihre Ansprechpartnerin in der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein
Lisa-Mari Koppenhagen
Referentin Ambulante Versorgung
Wall 55
24103 Kiel
Tel.: 04 31 / 97 44 1 - 26
Fax: 04 31 / 97 44 1 - 23
Web: https://www.vdek.com