Rettungsdienst und Krankentransport

Entsprechend den gesetzlichen Regelungen werden die Fahrkosten von Ihrer Krankenkasse übernommen, sofern Sie im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse aus zwingenden medizinischen Gründen notwendig sind. Welches Fahrzeug benutzt werden kann, richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit.

Rettungsdienst ist im Wesentlichen die bedarfsgerechte und leistungsfähige Sicherstellung von Notfallrettung und Krankentransport. Diese Aufgabe wird von den Kreisen und kreisfreien Städten wahrgenommen. Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Begriffen wird am aktuellen Gesundheitszustand des Patienten festgemacht.

Bei der Notfallrettung werden lebensbedrohlich Erkrankte oder Verletzte in Lebensgefahr versorgt, indem lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden, die Transportfähigkeit hergestellt und der Patient unter fachgerechter Betreuung in ein geeignetes Krankenhaus transportiert wird. Im Bedarfsfall wird ein Notarzt hinzugezogen. Der Transport erfolgt in der Regel in einem Rettungswagen oder im Einzelfall auch in einem Rettungshubschrauber.

Beim Krankentransport befinden sich die Patienten nicht in Lebensgefahr. Sie werden von nichtärztlichem Fachpersonal begleitet, weil sie medizinisch versorgt werden müssen, oder dies während der Fahrt zu erwarten ist. Darüber hinaus ist ein Transport in einem Krankenwagen angezeigt, wenn Patienten der besonderen Einrichtungen es Krankrenkraftwagens bedürfen. Diese Transporte sind stets im Voraus von der zuständigen Krankenkasse zu genehmigen!

Die Ausgaben im Rettungsdienst der gesetzlichen Krankenkassen für den Rettungsdienst haben sich in den letzten Jahren drastisch erhöht. 2016 werden diese voraussichtlich bei rund 197 Mio. EUR  (einschl. Luftrettung) liegen. Im Jahre 2009 waren es noch rund 116 Mio. EUR. Die Auswirkungen des Notfallsanitätergesetzes, mit dem der Bundesgesetzgeber die Ausbildung der Einsatzkräfte für den Rettungsdienst umfassend neu geregelt hat, werden hierbei in Zukunft der maßgebliche Kostentreiber sein. Die hierdurch entstehenden Mehrkosten sollen nach dem Willen der Landesregierung und der Rettungsdienstträger komplett von den Krankenkassen refinanziert werden. Darüber hinaus strebt die Landesregierung eine Reform des gesamten Rettungsdienstwesens in Schleswig-Holstein an, welche nach der derzeitigen Planung zusätzliche Mehrausgaben zur Folge haben wird.

Ausgaben Rettungsdienst bis 2016

Quelle: eigene Erhebung

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Neben den Leistungen des Rettungsdienstes spielen auch Krankenfahrten eine bedeutende Rolle. Krankenfahrten werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln, privaten Kraftfahrzeugen, Mietwagen oder Taxen durchgeführt. Zu den Taxen und Mietwagen zählen z. B. auch Fahrzeuge mit behindertengerechter Einrichtung zur Beförderung von Rollstuhlfahrern. Eine medizinisch-fachliche Betreuung des Versicherten findet bei Krankenfahrten nicht statt. Welches Transportmittel in Anspruch genommen werden kann, richtet sich zwingend nach den medizinischen Gründen. Beispiele sind Fahrten zur ambulanten Behandlung bei einer Strahlen- oder Chemotherapie. Diese Transporte sind stets im Voraus von der zuständigen Krankenkasse zu genehmigen!  

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