Zahl der häuslichen Sterbebegletungen 2021 auf über 2.250 gestiegen

Ersatzkassen fördern ambulante Hospizarbeit mit mehr als 1,7 Millionen Euro

„Die Zahl der schwerstkranken Menschen, die die letzte Phase ihres Lebens in ihrer vertrauten Umgebung verbringen möchten, steigt auch bei uns in Schleswig-Holstein von Jahr zu Jahr an. Im vergangenen Jahr haben die ambulanten Hospizdienste mit ihren ehrenamtlichen Sterbebegleitern mehr als 2.250 Personen auf diesem Weg begleitet“, berichtet Claudia Straub, Leiterin der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

„Dieses soziale Engagement ist wichtig und verdient Lob und Anerkennung“, betont Straub. „Die Entwicklung in den vergangenen Jahren zeigt eindrucksvoll, wie sehr dieses Angebot angenommen und geschätzt wird.“ Von 2012 bis 2021 ist die Zahl der häuslichen Sterbebegleitungen in Schleswig-Holstein um mehr als 80 Prozent auf über 2.250 angestiegen – davon waren mehr als 50 Kinder.

Auch Hospizarbeit von Corona-Pandemie betroffen

Im laufenden Jahr unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen 32 ambulante Hospizdienste im Land mit knapp 3,5 Millionen Euro – davon kommen gut 1,7 Millionen Euro von den Ersatzkassen in Schleswig-Holstein. Die Förderung der Hospizdienste orientiert sich an deren Leistungen und Ausgaben im Vorjahr. Coronabedingt ist die Fördersumme deshalb im Jahresvergleich erstmals nicht angestiegen.

Mit dem Geld der Krankenkassen finanzieren die Hospizdienste insbesondere ihre hauptamtlichen Mitarbeiter, die Aus- und Fortbildung sowie Sachkosten. Landesweit ist die Zahl der ehrenamtlichen Begleiter im vergangenen Jahr erstmals gesunken: um 36 auf 1.713. Auch das ist eine Folge der Pandemie, weil viele Aus- und Fortbildungen nicht stattfinden konnten.

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