Eigenanteil in Pflegeheimen 2021 um 4,7 Prozent gestiegen

Pflegebedürftige im Norden müssen monatlich fast 90 Euro mehr zahlen

Die finanzielle Belastung der Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr erneut angestiegen. Im landesweiten Durchschnitt stieg der monatliche Betrag um 88 Euro auf nun 1.980 Euro. Vor vier Jahren waren es noch 1.498 Euro.

Säulendiagramm mit zehn Säulen, die von links nach rechts größer werden

Mit einem Plus von 4,65 Prozent für das Jahr 2021 liegt Schleswig-Holstein unterhalb des bundesweiten Steigerungswertes von 5,37 Prozent. Auch der absolute Betrag liegt um 199 Euro unter dem deutschlandweiten Mittelwert von 2.179 Euro pro Monat. Am teuersten ist ein Pflegeheimplatz in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 2.542 Euro im Monat, den niedrigsten Eigenanteil bezahlen derzeit Pflegebedürftige in Sachsen-Anhalt mit 1.588 Euro.

Der Eigenanteil der Pflegeheimbewohner Betrag setzt sich zusammen aus den Kosten m Einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) für die reinen Pflegeleistungen (EEE), den Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung sowie dem Anteil an den Investitionskosten der Einrichtung.

Neue Bundesregierung muss echte Reform der Pflegeversicherung angehen

„Die Entwicklung der Eigenanteile macht uns weiterhin große Sorge. Viele Pflegebedürftige beziehungsweise deren Angehörige geraten so an die Grenze ihrer finanziellen Belastbarkeit“, sagt Claudia Straub, Leiterin der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein. „Die Ampel-Koalition muss die Pflegeversicherung grundlegend reformieren – vor allem die Finanzierung muss langfristig gesichert werden. Gute Pflege muss für alle bezahlbar bleiben!“

Pressemitteilung vom 21.01.2022 zum Download Eigenanteil in Pflegeheimen 2021 um 4,7 Prozent gestiegen

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