Heil- und Hilfsmittel

Leistungsbereich Unterbereich
Heilmittel Masseure und Krankengymnasten
Logopäden
Ergotherapeuten
Podologen/med. Fußpfleger
Hilfsmittel Orthopädieschuhtechniker
Orthopädietechniker/Sanitätshäuser
Hörgeräteakustiker
Optiker
Sonstige Hilfsmittellieferanten

 

Heilmittel sind medizinische Dienstleistungen, die von Vertragsärzten verordnet und nur von speziell ausgebildeten Therapeuten erbracht werden können. Zu den Heilmittelerbringern gehören beispielsweise Masseure und Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und medizinische Fußpfleger. Hilfsmittel dagegen sind ärztlich verordnete Produkte wie zum Beispiel Brillen, Rollstühle oder Hörgeräte.

In Deutschland brauchen aktuellen Studien zufolge immer mehr Menschen Heil- und Hilfsmittel. Gründe hierfür sind die Alterung der Bevölkerung und der technische Fortschritt. Obwohl der Bereich ein Ausgabenvolumen von rund 11,5 Milliarden Euro im Jahr 2013 umfasste, wird er häufig unterschätzt. Fast sieben Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fallen auf Heil- und Hilfsmittel. Damit bilden sie zusammen den viertgrößten Ausgabenblock der GKV. Von 2007 bis 2012 sind die Ausgaben im Hilfsmittelbereich um rund 17 Prozent, im Heilmittelbereich sogar um rund 28 Prozent gestiegen.

Hilfsmittel

Die Krankenkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet sicherzustellen, dass die zur Versorgung herangezogenen Apotheken, Optiker usw. zu einer angemessenen Lieferung der Hilfsmittel in der Lage sind. Nur solche Hilfsmittelerbringer können Vertragspartner der Krankenkassen sein. Um dieses Verfahren zu vereinfachen, gibt es die sogenannte Präqualifizierung, eine Prüfung der Eignung von Hilfsmittelerbringern.

Der vdek führt eine entsprechende Präqualifizierungsstelle (kurz PQS Hilfsmittel). Hier kann jeder Leistungserbringer, der Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte herstellt, abgibt oder anpasst, seine fachliche Eignung überprüfen und bescheinigen lassen. Mit dem entsprechenden Zertifikat können sich die Hilfsmittelerbringer schließlich an Ausschreibungen für die Versorgung beteiligen und in Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen treten.

Logo PQS Präqualifizierung

Präqualifizierung Hilfsmittel

Die Anträge zur Präqualifizierung sowie weitere Informationen zur PQS Hilfsmittel finden Sie hier.

Heilmittel

Wer zum Beispiel eine Sprachtherapie benötigt, hat als Versicherter Anspruch auf eine Behandlung in einer entsprechenden Praxis. Die sogenannte Heilmittel-Richtlinie regelt im einzelnen, welche Heilmittel zugunsten der Patienten erbracht werden dürfen und welche ausgeschlossen sind. Heilmittel anbieten dürfen ausschließlich zugelassene Praxen. Um den Aufwand für eine Zulassung möglichst gering zu halten, hat der vdek zusammen mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau ein gemeinsames Zulassungsverfahren etabliert.

Physiotherapeutin behandelt das rechte Bein einer jungen Patientin

Zulassung Heilmittelerbringer

Antragsunterlagen, Vergütungslisten und Hinweise zum Zulassungsverfahren für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie finden Sie hier. Mehr...

Der Zulassungsantrag ist dementsprechend ca. vier bis sechs Wochen vor der Praxiseröffnung bei der vdek-Landesvertretung Hamburg zu stellen.

Wenn Sie einen Antrag auf Zulassung einreichen möchten, senden Sie diesen bitte an:

vdek-Landesvertretung Hamburg

Sachsenstraße 6, Haus D

20097 Hamburg

 

Ihre Ansprechpartnerin für Heil- und Hilfsmittel

Susanne Guidotti

Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Landesvertretung Hamburg

Referentin Ambulante Versorgung/Pflege

Sachsenstraße 6, Haus D

20097 Hamburg

Tel.: 040 / 41 32 98 - 23

Fax: 040 / 41 32 98 - 22

susanne.guidotti@vdek.com