Sektorübergreifende Versorgung
Neue und gute Versorgungsideen sind vonnöten, insbesondere für chronisch kranke und multimorbide Patientinnen und Patienten. Doch viele Ideen werden erst gar nicht umgesetzt oder versanden nach einiger Zeit. Sie scheitern unter anderem auch an den Grenzen zwischen den verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens (stationär und ambulant).
Verschieden sind unter anderem die Honorierung von Leistungen, die Bedarfsplanung, die Investitionsfinanzierung, die Qualitätssicherung und die Dokumentation. Dazu kommt, dass die Akteure der verschiedenen Sektoren häufig nicht miteinander kommunizieren.
Doppeluntersuchungen vermeiden und Behandlungen abstimmen
Wenn es dagegen gelänge, beide Bereiche zu verzahnen, wäre dies ein Fortschritt für Patientinnen und Patienten: Wenn es keine Brüche in der Informationsweitergabe zwischen den Gesundheitsberufen gibt, verschiedenen Expertisen zusammenfließen, Doppeluntersuchungen vermieden werden und die Behandlungsschritte aufeinander abgestimmt sind, ist ein besseres Therapieergebnis zu erwarten.
Aus Sicht der Ersatzkassen ist es dringend erforderlich, die beschriebenen Sektorengrenzen zu überwinden. Sie konzipieren und unterstützen daher auch in Hamburg neue Versorgungskonzepte, die ambulant und stationär nachhaltig vernetzen und den Nutzen für die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt stellen.