Krankenhausplanung

Ein Krankenhausflur mit frischen Krankenhausbetten

Die Krankenhausplanung legt allgemeine Versorgungsziele der stationären Gesundheitsversorgung fest. Sie passt die regionale Betten- und Leistungskapazität bedarfsgerecht an die bestehenden Verhältnisse an und prognostiziert die künftige Nachfrage nach Krankenhausleistungen. Damit umfasst sie auch Entscheidungen zur medizinischen Schwerpunktplanung in den Krankenhäusern unseres Bundeslandes, so zum Beispiel zur geriatrischen Versorgung, Strahlenheilkunde und zur urologischen Versorgung. Der aktuelle Krankenhausplan der Freien und Hansestadt Hamburg hat eine Laufzeit von fünf Jahren und gilt vom 01.01.2016 bis Ende 2020.

Intensive Zusammenarbeit der Krankenkassenverbände mit der Gesundheitsbehörde

In Deutschland liegt die Verantwortung für eine angemessene Versorgung mit Krankenhausbetten und Krankenhausleistungen bei den Ländern – in Hamburg ist daher die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz damit befasst. Die Krankenkassen werden zwar angehört, entscheiden aber nicht mit. Die vdek-Landesvertretung ist daher beratend tätig und vertritt die Interessen der Mitgliedskassen. Gesetzliche Grundlage für die Krankenhausplanung sind das Krankenhausfinanzierungsgesetz und das Hamburgische Krankenhausgesetz (HmbKHG).

Die Krankenhauspolitik hat gerade in einer Metropolregion wie Hamburg einen besonderen Stellenwert: Etwa jeder dritte Patient in Hamburger Kliniken kommt aus den umliegenden Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Krankenkassenverbände, die Behörde und die Krankenhausträger arbeiten deshalb sehr intensiv zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Hamburger Bevölkerung bei Krankenhausaufenthalten wohnortnah und bestmöglich zu versorgen.

Schaubild Krankenhausplanung Hamburg

Der gemeinsam mit den Beteiligten erarbeitete Krankenhausplan 2020 ist ein Zwischenschritt in einer Umbruchsituation. Hamburg sieht langfristig der Herausforderung einer immer älter werdenden Bevölkerung entgegen. Auch wenn in der aktuellen Planungsperiode die Veränderungen in dieser Richtung noch nicht erheblich sind, sollen schon jetzt die Grundlagen für den demografischen Wandel gelegt werden. Daher beinhaltet der Plan einen moderaten Ausbau der Bettenzahl mit Blick auf eine sich verändernde gesellschaftliche Struktur.